Undicht: Die Lampen unter dieser S-Bahn-Brücke bleiben dunkel – und tropfen

dzRahmer Straße

Wer unter dieser Dortmunder S-Bahn-Brücke hergeht, muss mit nassen Haaren rechnen. Bei Regen läuft das Wasser durch die Lampen. Viele sind kaputt – und machen die Unterführung zum Angstraum.

Wischlingen

, 24.10.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es fisselt. In einigen Metern Entfernung verspricht eine S-Bahn-Unterführung zumindest einen Moment Trockenheit. Doch weit gefehlt: Der Gehweg unter der Brücke ist nass. Und das nicht von feuchten Sohlen, die darunter hergelaufen sind. Das Wasser tropft von der Decke – besser gesagt aus den Lampen. Aus fast allen schauen einem die Leuchtstoffröhren entgegen. Eine Abdeckung haben die Lampen nicht mehr.

„Mir ist vor circa einem Jahr aufgefallen, dass die Brücke wohl undicht ist“, sagt CDU-Bezirksvertreter Thomas Bernstein über die S-Bahn-Unterführung an der Rahmer Straße, nahe dem Wischlinger Parkhotel. Vermutlich bestehe das Problem aber schon länger. „Ich habe es da zum ersten Mal bewusst wahrgenommen.“ Zunächst sei er davon ausgegangen, dass der Schaden zeitnah behoben wird. Es müsse schließlich im Interesse der Deutschen Bahn sein, dass ihre Brücke nicht noch weiteren Schaden nimmt. „Es kann ja auf Dauer nicht gut für den Beton sein, wenn ständig Wasser durchläuft.“

Anfragen an die Deutsche Bahn nutzen nichts

Obwohl es beim Ortstermin nur fisselt, tropft es stetig aus den Lampen. Von innen sind sie komplett feucht. „Ich vermute, dass die Brückenabdichtung defekt ist“, sagt der Huckarder Bezirksvertreter. Fakt sei zumindest, dass das Regenwasser die S-Bahn-Brücke durchdringe. Doch seit Bernsteins Entdeckung kümmerte sich niemand um die nassen Lampen.

Undicht: Die Lampen unter dieser S-Bahn-Brücke bleiben dunkel – und tropfen

Die S-Bahn-Brücke an der Rahmer Straße scheint undicht zu sein. © Carolin West

„Dabei ist mindestens die Hälfte auch noch defekt“, sagt Thomas Bernstein, der diesen Umstand mit Sorge betrachtet. Denn so werde die Unterführung, ohnehin oftmals kein angenehmer Aufenthaltsort, in den Abendstunden immer mehr zum Angstraum. Vor circa einem halben Jahr wandte sich Bernstein deshalb an die Deutsche Bahn – doch passiert ist bis heute nichts. Und zunächst gab es auch gar keine Rückmeldung der Bahn.

Antworten der Bahn sind „frech“

„Eine Verwaltungsassistentin hat sich dann mit der Bahn in Verbindung gesetzt“, erzählt Thomas Bernstein. Auf eine Antwort musste sie lange warten, die Bahn rührte sich erst einmal nicht. Und die Antwort, die schließlich kam, überraschte den Bezirksvertreter. Die Deutsche Bahn bot keinen Ortstermin oder eine Untersuchung des Problems an. „Stattdessen kam eine eher freche Antwort“, sagt Bernstein. „Wo die Unterführung überhaupt sei, haben sie gefragt.“

Seitdem wartet der Bezirksvertreter weiter auf eine hilfreiche Rückmeldung. Denn bis heute hat sich die Bahn nicht weiter zu dem Thema geäußert. Eine Anfrage dieser Redaktion an die Deutsche Bahn läuft. Vorerst werden die Lampen wohl weiter tropfen – und Spaziergänger lassen ihre Schirme besser auch unter der Unterführung aufgespannt.

Lesen Sie jetzt