Bislang müssen Reisende vor dem Schalter mit menschlichem Personal Schlange stehen, um ihre Koffer abzugeben. Das soll sich ändern. © Kevin Kindel
Automatisierung

Umbau am Flughafen Dortmund: Auf Passagiere kommen Veränderungen zu

Ein Online-Check-In ist für Flugreisende inzwischen normal. Nun werden am Airport Dortmund die nächsten Abläufe automatisiert - dank Kameras und anderer Sensoren.

Am Flughafen Dortmund sollen sich in den kommenden Monaten einige Dinge verändern. Bereits bekannt ist ein Neubau der Polizei Dortmund auf einem bisherigen Parkplatz, der bis 2024 fertig sein soll. Doch auch auf die Passagiere kommen Veränderungen zu.

Eines der Projekte umfasst die „Self Bag Drop“-Systeme, die bereits an anderen Airports zum Einsatz kommen. „Sie werden in kurzer Zeit zur Standardausstattung in der Passagier- und Gepäckabfertigung gehören“, sagt Flughafen-Sprecherin Davina Ungruhe.

Mit diesen Anlagen können die Reisenden ihr Gepäck ohne Kontakt zu Angestellten aufgeben. „Bordkarten werden eingescannt, die Gepäckanhänger ausgedruckt und am Gepäckstück befestigt“, so Ungruhe. Die Anlage gleicht das Gepäck auf einem Förderband automatisch mit der Buchungsklasse ab.

Sowohl für Passagiere als auch Airlines und Flughafen soll der gesamte Check-In-Prozess effizienter und kostengünstiger ablaufen. Bis zum Sommer 2022 sollen zunächst zehn solcher Gepäckaufgabe-Automaten in Dortmund zur Verfügung stehen.

Anbau für neue Gepäck-Röntgenanlage

Ebenfalls vollautomatisch soll die neue Reisegepäckkontrollanlage mit zusätzlichem Ersatz-Röntgengerät funktionieren. „Da die neue Anlage deutlich größer und schwerer ist als die derzeitige, muss die Aufstellung an einer anderen Stelle als bisher erfolgen“, so Ungruhe. Dafür soll ein neuer Anbau am Terminalgebäude entstehen. Ab September 2022 gilt der neue Standard für diese Anlagen.

Außerdem soll im Mai 2022 ein europaweit einheitliches Ein- und Ausreisesystem vorhanden sein. „Die dazu nötige Technik, wie beispielsweise Gesichts-, Augen- und Fingerabdruckscanner, wird an den Grenzkontrollboxen verbaut“, erklärt Bundespolizei-Sprecher Hendric Bagert.

Der Flughafen plane zudem noch die Errichtung eines zentralen Ein- und Ausreisebereiches. Bislang sind die Kontrollboxen der Bundespolizei an mehreren Stellen im Gebäude verteilt.

Neue Wache für die Bundespolizei

Im Frühjahr dieses Jahres sind erst zwei neue solcher Boxen entstanden, um mehr Passagiere gleichzeitig kontrollieren zu können. „Außerdem haben wir draußen vor dem Gebäude eine 500 Quadratmeter große Überdachung gebaut, um unsere anstehenden Passagiere vor der Witterung zu schützen“, so Ungruhe.

In der Vergangenheit hat es gelegentlich Beschwerden gegeben, weil die Schlange zur Passkontrolle zeitweise so lang wurde, dass Einreisende draußen im Regen warten mussten.

Noch nicht gänzlich spruchreif sind die Pläne für den Umzug der Bundespolizei innerhalb des Flughafen-Geländes. Weil das Team des Reviers wächst, werden die bisherigen Räume zu klein. Die Bundespolizei erwartet die Fertigstellung fürs zweite Quartal 2022.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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Kevin Kindel

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