Nebenjobs für Studierende sind in Pandemie-Zeiten hart umkämpft. Ohne die Überbrückungshilfen des Bundes wüssten viele nicht wie sie ihr Studium weiter finanzieren sollen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Studierende und Corona-Krise

Überbrückungshilfe: 500 Anträge in drei Tagen beim Studierendenwerk Dortmund

Seit Freitag können Studierende, die wegen der Corona-Pandemie in eine finanzielle Schieflage geraten sind, wieder Hilfen beantragen. Beim Studierendenwerk Dortmund häufen sich die Anträge.

Die Gastronomie- und Eventbranche musste wieder schließen – somit haben viele Studierende mit dem zweiten Lockdown abermals ihre Neben-Jobs verloren. Damit wird es für viele schwierig, ihr Studium weiter zu finanzieren.

Für Studierende in pandemiebedingten Notlagen bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung deshalb wieder Überbrückungshilfen an.

Finanzielle Unterstützung im gesamten Wintersemester

Anders als zu Beginn der Pandemie, sollen die Hilfen jetzt von November 2020 bis zum Ende des Wintersemesters, Ende März, gezahlt werden. Dabei muss die Überbrückungshilfe für jeden Monat neu beantragt und bewilligt werden. Für die Vergabe der Zuschüsse sind die jeweiligen Studierendenwerke zuständig.

Beim Studierendenwerk Dortmund sind seit vergangenem Freitag (20.11.) rund 500 Anträge für Überbrückungshilfen eingegangen, heißt es auf Anfrage. Prognosen, wie sich die Zahl der Anträge in den kommenden Monaten verändern wird, könne man keine abgeben, heißt es vom Studierendenwerk.

Allerdings sei sicherlich die Entwicklung der allgemeine Situation auschlaggebend – ob es beim Lockdown bleibe oder die Einschränkungen sogar noch weiter verschärft würden.

Weniger Bürokratie für notleidende Studenten

„Es gibt mehrere Verbesserungen für die Studierenden“, heißt es seitens des Studierendenwerks Dortmund zu den Anträgen. Denn das Ministerium habe einige Änderungen auf den Weg gebracht, um den bürokratischen Aufwand für Studierende zu senken und die Antragsstellung zu vereinfachen.

Zum einen muss nicht mehr zwingend eine schriftliche Kündigung des Jobs vorliegen. Es reicht eine Selbsterklärung, aus der sich Grund und Umstände der Kündigung ergeben. Gleiches gilt für den Nachweis von zwei erfolglosen Bewerbungen und deren Ablehnung.

Zum anderen müssen nur noch die Kontoauszüge vom Vormonat sowie dem laufenden Monat bis zum Vortag der Antragsstellung mitgeliefert werden.

Eine weitere Verbesserung gibt es beim Kontonachweis. Hier müssen nach der neuen Regelung nur noch Kontoauszüge für die Konten eingereicht werden, auf die kurzfristig zugegriffen werden kann. Das bedeutet, Sparverträge oder sonstige Konten, von denen nicht kurzfristig Geld abgehoben werden kann, müssen nicht offengelegt werden.

Die Überbrückungshilfen können nur online unter www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de beantragt werden. Das Studierendenwerk Dortmund steht bei Fragen per E-Mail an ueberbrueckungshilfe-studierende@stwdo.de zur Verfügung.

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