Über 850 Plätze frei: IHK wirbt für Ausbildung statt Studium

Abitur

Die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund wirbt dafür, im Corona-Jahr nach dem Abitur eine Ausbildung zu beginnen. Ein Studium oder ein Auslandsjahr hält die IHK für weniger attraktiv.

Dortmund

27.05.2020, 15:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Logo der Industrie- und Handelskammer (IHK), die in diesen Tagen den Abiturienten zu einer Ausbildung rät.

Das Logo der Industrie- und Handelskammer (IHK), die in diesen Tagen den Abiturienten zu einer Ausbildung rät. © dpa

Über 850 Ausbildungsplätze sind im Bezirk der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund noch frei. Das schreibt die IHK in einer Pressemitteilung, mit der sie sich besonders an Abiturienten richtet und dafür wirbt, im Zuge der Coronavirus-Krise eine Ausbildung zu beginnen.

Freie Plätze gebe es zum Beispiel in den Bereichen wie der IT, dem technischen Produktdesign, der Mechatronik oder der Elektronik. Ebenso in besonders beliebten Berufsausbildungsgängen, wie Industriekaufmann oder Bankkauffrau.

Studium „wenig erstrebenswert“

Alternativen zur Ausbildung hält die IHK in diesem Jahr für weniger attraktiv. So heißt es in der Mitteilung: „Der Traum eines sogenannten Gap Years im Ausland, zum Beispiel in Form von Work and Travel oder einer Sprachreise, lässt sich in diesem Jahr nur schwer realisieren. Studiengänge mit vollen Hörsälen erscheinen im Wintersemester 2020/2021 wenig erstrebenswert.“

Michael Ifland, Leiter der Beruflichen Bildung bei der IHK zu Dortmund, betont in der Mitteilung: „Die Ausbildungsbetriebe haben Wege gefunden, auch unter strengen Hygiene- und Abstandsregelungen weiter auszubilden.“

Auch wer das Niveau eines Masterabschlusses anstrebe, könne das über eine Ausbildung tun. Die Höhere Berufsausbildung zum „Master Professional“ oder ein berufsbegleitendes Studium seien Möglichkeiten.

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