Über 2.000 Wohnungslose nehmen Hilfe in Anspruch

Armut

Immer mehr Menschen wenden sich an öffentliche Beratungsstellen, um der Wohnungslosigkeit zu entgehen. Zehn Prozent mehr als letztes Jahr. Doch es wird immer schwieriger, Wohnungen zu finden.

von Joshua Schmitz

Dortmund

, 02.12.2019, 17:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Über 2.000 Wohnungslose nehmen Hilfe in Anspruch

Der Winter ist für Obdachlose in Dortmund eine besonders schwere Zeit. © Stephan Schütze

Alleine im vergangenen Jahr sind 2.067 wohnungslose Männer und Frauen zur regionalen Beratungsstelle in Dortmund gegangen. Das sind knapp 10 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Wie auch in den Jahren zuvor suchten viermal mehr Männer als Frauen nach Hilfe vor der Wohnungs- und Obdachlosigkeit.

Die regionale Beratungsstelle in Dortmund ist an sich ein Erfolg und sehr wirksam, sagt LWL-Sozialdezernent Matthias Münning. Trotzdem wird es immer schwieriger Wohnungslosen zu helfen. „In den Städten fehlt es an bezahlbarem Wohnraum und da insbesondere an kleinen bezahlbaren Wohnungen“, so Münning.

Unklarheiten über Obdachlosenzahlen

Eine genaue Zahl der Obdachlosen und Wohnungslosen in Dortmund gibt es nicht. Die Stadt spricht von 350 bis 400 Obdachlosen, eine Zählaktion der FH Dortmund kommt auf mindestens 606. Zusätzlich wurden 203 Personen gezählt, die akut von der Wohnungslosigkeit bedroht sind.

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In den regionalen Beratungsstellen liegt der Schwerpunkt dabei, Menschen bei der Sicherung, sowie der Beschaffung und Erhaltung einer eigenen Wohnung zu unterstützen. Hier wird auch Personen Hilfe angeboten, die akut von der Wohnungs- und Obdachlosigkeit bedroht sind.

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