U-Turm: Winkelmann macht Rückzieher

DORTMUND Mitten im Umbau des U-Turms muss sich die Stadt einen neuen Gesamt-Verantwortlichen für ihr Kreativzentrum suchen. Adolf Winkelmann, der für die Intendanz des Gebäudes vorgesehen war, hat die Nase voll, schon bevor er die Arbeit aufnehmen konnte.

von Von Katrin Pinetzki

, 31.07.2008, 10:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Prof. Adolf Winkelmann.

Prof. Adolf Winkelmann.

"Ich habe das Amt zur Verfügung gestellt, weil es mir nicht gefällt", sagte er unserer Redaktion. Am Dienstag hatte Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer angedeutet, dass die Intendanz wieder offen ist. Das bestätigte Winkelmann nun.

Offenbar hatte sich Winkelmann, der den U-Turm von innen und außen mit Bewegtbildern inszenieren will, seine Aufgabe anders vorgestellt. "Intendant" meint eigentlich die Geschäftsführung und künstlerische Gesamtleitung einer Kultureinrichtung. "Im Unterschied zu einem Opernintendanten hätte ich aber weder einen eigenen Etat gehabt noch das Programm bestimmen können", sagt er. Vielmehr erschöpfe sich die U-Intendanz in einer Funktionärstätigkeit, die aus Sitzungen und Verhandlungen mit den Nutzern bestehe. "Damit will ich mich nicht beschäftigen. Ich bin Filmemacher und will mich darauf konzentrieren, wie man das U mit Bildern in Bewegung versetzen kann. Das ist aufregend."Diskussionen über die geplanten Außen-Installationen

Derweil gibt es auch über jene von Winkelmann geplanten Außen-Installationen Diskussionen: Architekt Prof. Eckhard Gerber würde die beweglichen LED-Projektionen am Gebäude am liebsten verhindern. Adolf Winkelmann ficht das nicht an. "Die Diskussion ist ausgestanden. Wir tun dem Gebäude mit der temporären Installation nichts Böses, das berührt den Denkmalschutz nicht."

Das Land, das den Umbau größtenteils finanziert, hat er damit wohl hinter sich - und auch die Stadt. Nach der Sommerpause soll der Rat per Dringlichkeitsbeschluss über die Installation entscheiden - damit wenigstens dieser Beitrag Winkelmanns in trockenen Tüchern ist.

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