U 43 soll ab 3. Mai nach Tagesbruch wieder durchfahren - zweite Baustelle kommt

dzStadtbahn U 43

Die Ursache für den Tagesbruch auf dem Wambeler Hellweg ist gefunden. Bis alles fertig ist, wird es noch dauern. Aber bis zu nächsten Baustelle auf dieser Strecke ist diese behoben.

Brackel

, 26.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Seit Beginn der Woche müssen Fahrgäste auf der Linie U 43 zwischendurch in Busse steigen: Grund ist ein Tagesbruch auf dem Wambeler Hellweg in Höhe der Hausnummer 45. Jetzt ist die Ursache gefunden: Entstanden ist der Hohlraum durch einen Schaden am städtischen Mischwasserkanal, teilt DSW 21 mit.

U 43 soll ab 3. Mai nach Tagesbruch wieder durchfahren - zweite Baustelle kommt

An den Haltestellen in der Innenstadt informieren die Anzeigetafeln über den Schienenersatzverkehr. © Britta Linnhoff

Defekt war ein Rohr, das schon einige Jahre auf dem Buckel hat, es stammt von 1923. Auch der Anschluss an das alte Rohr war undicht, und so wurde nach Angaben von DSW kontinuierlich Erdreich weggespült. Es entstand schließlich ein etwa vier Kubikmeter großer Hohlraum.

Bis zum 3. Mai soll alles möglichst fertig sein

Nun haben die Arbeiten begonnen, alles wieder herzurichten. Obwohl der Schaden schnell gefunden wurde, wird es noch ein paar Tage dauern, bis alles die U-Bahn-Linie wieder nach und von Wickede durchfahren kann. Ein Grund ist der Feiertag in der nächsten Woche, und: Erst mal muss repariert werden, dann muss das Loch wieder zugemacht werden, dann muss asphaltiert werden, dann müssen die Schienen gelegt und verschweißt werden. So fassen es die Arbeiter zusammen, die vor Ort in der Grube stehen. Bei DSW rechnet man damit, dass die Arbeiten bis Freitag, 3. Mai, beendet sind.

Das wird alle freuen, die die Strecke regelmäßig fahren, denn am 5. Mai und am 19. Mai gibt es eine neue Baustelle auf der Strecke: Dann werden in zwei Bauphasen insgesamt rund 170 Meter Gleise auf dem Brackeler Hellweg ausgetauscht.

Auch dann werden wieder - wie schon bei der jetzigen Tagesbruch-Baustelle - Busse als Ersatz fahren: Dieses Mal zwischen den Haltestellen „Pothecke und „Wickede S-Bahn“.

Bus wartet schon auf dem rechten Fahrstreifen des Hellwegs

Derzeit fahren die Ersatzbusse in Richtung Wickede zwischen den Haltestellen „Am Zehnthof“ und der „Pothecke“.

U 43 soll ab 3. Mai nach Tagesbruch wieder durchfahren - zweite Baustelle kommt

Hier an der Pothecke sorgen Mitarbeiter von DSW dafür, dass die Bahnen gefahrlos von der Bahnschleife auf den Hellweg kommen. Busse sammeln hier die Fahrgäste zur Weiterfahrt ein. © Britta Linnhoff

Das sind sieben Minuten Fahrt in der Regel mit der Bahn. Der Busfahrer, der am Freitagvormittag hier Dienst für den Schienenersatzverkehr hat, wartet schon mit seinem Wagen auf dem rechten Seitenstreifen des Hellwegs auf seine Fahrgäste aus der Bahn. Die müssen nur kurz an der roten Fußgängerampel warten, auf die Abfahrt des Busses nicht. Der startet sofort, und gibt ordentlich Gas. Der Zeitverzug ist kaum spürbar. An der Pothecke geht‘s wieder in die Bahn.

U 43 soll ab 3. Mai nach Tagesbruch wieder durchfahren - zweite Baustelle kommt

Hier am Zehnthof wartet schon der Bus auf die Fahrgäste aus der Bahn. © Britta Linnhoff

Dort ist gerade eine Mutter mit ihren beiden Töchtern, vier und sieben Jahre alt, aus der Bahn von Wickede kommend gestiegen und wartet auf den Bus Richtung Innenstadt. Sie fährt die Strecke regelmäßig, zur Kita und zur Arbeit. Stadtauswärts sei es in Ordnung, stadteinwärts dauere es aber deutlich länger durch den Tagesbruch, sagt sie. Hier an der Pothecke müssten sie immer einige Zeit auf den Bus warten. Auch dieses Mal dauert es, bis die 40-Jährige mit ihren Kindern in einen Bus einsteigen kann; hinzu kommen weitere Minuten im Bus. Bis schließlich das Kommando von draußen, von einem der zahlreichen DSW-Servicekräfte, an den Busfahrer kommt: „Kannst abhauen, da kommt schon der nächste Bus“.

„Vier Stationen schwarz fahren und das ganz legal“

Schnell flitzen noch ein paar in den Bus. Alle zücken gewohnheitsmäßig brav ihren Fahrausweis oder wollen einen kaufen. Gibt‘s hier beim Busfahrer nicht. Bezahlt wird ab da, wo die U-Bahn-wieder fährt. „Vier Stationen schwarz fahren“, lacht der Busfahrer. Ein Fahrgast, der gerade noch schnell vorne auf dem Vierersitz Platz genommen hat, antwortet ihm: „Und das ganz legal“. Dann gibt der Fahrer Gas.

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