Krisenzeit nutzen: Der TuS Rahm baut für mehr Attraktivität

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Fußball spielen kann auf dem Platz des TuS Rahm derzeit wegen der Corona-Pandemie niemand. Jetzt baut der Verein sein Angebot für die Zeit danach aus - um wieder attraktiver zu werden.

Jungferntal-Rahm

, 14.05.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon einmal stand für den TuS Rahm alles auf der Kippe. Als letzter Dortmunder Verein mit einem Ascheplatz fehlte ihm für Neuzugänge die Attraktivität. Dank einer Finanzspritze der Bezirksvertretung Huckarde und der Sport- und Freizeitbetriebe der Stadt bekam der TuS einen Kunstrasenplatz mit LED-Flutlichtanlage.

Doch trotz des neuen Platzes hat der Verein seit circa drei Jahren immer weniger Jugend-Spieler. Der Grund: Kabinen, Toiletten und Clubheim stammen aus den 50er-Jahren, bieten nicht mehr den nötigen Komfort und ausreichend Möglichkeiten für die Jugendarbeit.

Jetzt setzt Architekt Andreas Lüther den Traum von der Renovierung in die Tat um. In den kommenden Wochen bekommt der Verein einen separaten Jugend- und Veranstaltungsraum mit Terrasse, das Clubheim wird aufgefrischt und bekommt eine barrierefreie Toilette. Zudem werden die Kabinen um einige Quadratmeter vergrößert.

„Fußball bleibt an erster Stelle“

„Wir haben schon die Werbetrommel gerührt, damit alle wissen, was wir in Zukunft hier anbieten können“, sagt der TuS-Vorsitzende Heinz Wangneth. Neben Fußball können die Vereinsmitglieder künftig Kicker, Billard und Darts spielen.

„Aber Fußball bleibt an erster Stelle“, betont Heinz Wangneth. „Nur wer bei uns spielt, darf auch die anderen Angebote nutzen.“ Der Bau des neuen Jugendraums diene aber nicht nur der Erweiterung des Angebots. Mit Aktionen, Veranstaltungen oder einfach nettem Beisammensein soll dort die Gemeinschaft des Vereins und seiner Mannschaften gestärkt werden.

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Um das nicht nur der Jugend zu ermöglichen, wird auch das Vereinsheim erneuert und an den Jugendraum angepasst, um ein harmonisches Bild zu ergeben. Einer der wichtigsten Faktoren ist allerdings die Erweiterung der Kabine.

„Hier konnte sich bislang noch nicht einmal eine komplette Mannschaft umziehen“, sagt Heinz Wangneth. Dass soll sich in Zukunft ändern und den Verein damit auch für die Ausrichtung von Turnieren attraktiver machen.

Verein hat Mut zur Weiterentwicklung

Die Sport- und Freizeitbetriebe und die Bezirksvertretung Huckarde haben alle Kosten für den Umbau übernommen, die sich derzeit auf circa 216.000 Euro belaufen. „Man muss den Verein für seinen Mut, sich weiterzuentwickeln, loben und das auch unterstützen“, sagt Dirk Reil von den Sport- und Freizeitbetrieben.

Zudem seien die Sportanlagen das Aushängeschild des Stadtbezirks und müssen entsprechend aufgewertet werden, so SPD-Bezirksvertreter Stefan Keller. Der Verein um den Vorsitzenden Heinz Wangneth hofft nun nicht nur darauf, sobald es wieder erlaubt ist, mehr Spiele als je zuvor zeitgleich ausrichten zu können, sondern auch wieder mehr junge Menschen für sich zu gewinnen.

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