Der dritte Autokorso der Querdenker in Folge wurde für Freitag in Dortmund angekündigt. © picture alliance/dpa (Symbolbild)
Demonstration

Trotz Lockerungen: „Querdenken“ kündigt nächsten Anti-Coronaschutz-Korso an

Nach fast drei Monaten ohne wirkliches Lebenszeichen melden sich die Coronaschutz- und Impfgegner von „Querdenken“ zurück. Erneut soll es einen Autokorso geben.

Lange war es ruhig um die Coronaschutz- und Impfgegner von „Querdenken“ in Dortmund. Die letzte größere Ankündigung gab es Ende April, eine größere Demonstration in der Innenstadt war geplant. Die wurde von der Stadt Dortmund untersagt, aus Gründen des Infektionsschutzes.

Die Ruhe ist aber scheinbar vorbei: In den Sozialen Medien und in diversen öffentlichen Telegram-Chats von „Querdenken“ wird seit wenigen Tagen eine Ankündigung geteilt, dass ein Autokorso am Dienstag (20. Juli) stattfinden soll.

Zum achten Mal – die Coronaschutz- und Impfgegner haben seit Frühjahr 2021 immer wieder diese Art des Protestes für sich genutzt.

Route bleibt ein Geheimnis

In der Ankündigung steht, dass man sich ab 18.30 Uhr auf dem Park-&-Ride-Parkplatz an der U-Bahn-Haltestelle „Schulte Rödding“ in Eving (Derner Straße 206) treffen wolle. Zuvor kursierten Ankündigungsbilder in den Kanälen von „Querdenken“, wo vom Parkplatz an der Eberstraße (Fredenbaum) die Rede war.

Der Autokorso wird mit dem Motto „Für die Wiederherstellung von Demokratie, Recht und Gleichberechtigung, Frieden, Freiheit und Vernunft“ beworben.

Um 19.30 soll der Autokorso dann losfahren. Eine entsprechende Anmeldung „für circa 77 Teilnehmende“ liege bei der Polizei Dortmund vor, wie Sprecherin Nina Kupferschmidt unserer Redaktion auf Anfrage mitteilt. Welche Strecke die „Querdenker“ fahren wollen, bleibt ein Geheimnis:

Aus Gründen der Einsatztaktik werde die Polizei keine Details zur Route mitteilen, so Kupferschmidt. Die Polizei sei aber darauf bedacht, dass die Versammlung geschützt werde, aber die Einschränkungen für den Verkehr dennoch gering gehalten werden sollen.

Achter Autokorso wurde schon verschoben

Der siebte und bislang letzte Autokorso fand Ende April statt. Im Mai hieß es in einem einschlägigen Telegram-Chat, dass man vorerst keine Autokorsos mehr plane, da die Baustellen auf dem Wallring dies nicht zuließen. Bei den vergangenen Demonstrationen ging es immer zum Wall – Sperrungen und Stau inklusive.

Ob das beim achten Autokorso ebenfalls der Fall sein wird, bleibt zunächst offen. In den Kanälen von Querdenken gibt es keine Informationen, auch die Polizei hält sich bedeckt. Laut Polizeisprecherin Kupferschmidt soll die Versammlung bis ungefähr 22 Uhr dauern.

Für die Teilnehmenden des Autokorsos gelte die aktuelle Coronaschutz-Verordnung. Anders als bei den bisherigen Versammlungen ist die aber wegen der derzeit in Dortmund gültigen Inzidenzstufe 0 sehr locker. Anmeldungen bei der Polizei oder Ankündigungen in den sozialen Medien zu einem Gegenprotest gibt es bislang nicht.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
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