Ein Raum voller Covid-Nachrichten: Auch der „Corona-Newsroom“ im Lautsprecher des Dortmunder U ist ab Freitag wieder geöffnet. © Robert Szkudlarek/Stadt Dortmund
Corona-Pandemie

Trotz Lockdown-Diskussion: Dortmund öffnet weitere Bereiche

Während Armin Laschet und Angela Merkel auf einen Lockdown drängen, geht die Stadt Dortmund einen anderen Weg. Noch in dieser Woche soll es weitere Öffnungen geben.

Der Zeitpunkt kommt überraschend: Während NRW-Ministerpräsident Armin Laschet seine Idee vom „Brücken-Lockdown“ verfolgt und Bundeskanzlerin Angela Merkel ebenfalls auf ein Herunterfahren des öffentlichen Lebens drängt, gibt es in Dortmund die nächste Öffnung.

Aktuell sind die Museen in Dortmund noch geschlossen. Doch am Freitag (9.4.) öffnen sie wieder. Das hat die Stadt am Mittwochnachmittag erklärt. An einen Besuch seien allerdings Bedingungen geknüpft.

So müssen Besucher nicht nur einen Termin reservieren, sondern auch einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen, von einer zertifizierten Teststelle, nicht älter als 24 Stunden alt. Wer eine medizinische Maske trägt, zudem Ausweis und Test vorzeigt sowie seine Daten hinterlässt, darf dann in eines der Museen.

„Konzepte mit dem Krisenstab abgestimmt“

Eine solche Öffnung mitten hinein in die aktuelle Lockdown-Diskussion – klar könne das im ersten Moment komisch wirken, heißt es auf Nachfrage bei der Stadt. Allerdings, so Sprecherin Katrin Pinetzki: „Die Konzepte sind mit unserem Corona-Krisenstab abgestimmt.“ Und würden sich „im Rahmen dessen bewegen, was laut Corona-Schutzverordnung erlaubt ist“.

Dort steht: Hat eine Stadt eine Inzidenz von über 100, dürfen Museen ebenso geöffnet sein wie Geschäfte – vorausgesetzt, diejenigen, die hineingehen, sind getestet.

Einige Museen bleiben weiterhin geschlossen

Dementsprechend seien auch nicht alle Museen ab Freitag zugänglich, sondern nur das Dortmunder U, das Naturmuseum, das Museum für Kunst und Kulturgeschichte, das Brauerei-Museum, das Hoesch-Museum sowie der „schauraum: comic + cartoon“. Andere Orte bleiben geschlossen.

Dr. Stefan Mühlhofer, Geschäftsführender Direktor der Dortmunder Kulturbetriebe, erklärt dazu: „Ausgenommen haben wir Häuser, in denen wir unsere Hygienekonzepte aus räumlichen Gründen nicht umsetzen können, also das Kindermuseum Adlerturm, die Steinwache und das Torhaus Rombergpark.“

Dortmund schaute sich zunächst andere Städte an

Warum die Öffnung verhältnismäßig spät kommt? „Nachdem eine Wiedereröffnung der Museen für Besucherinnen und Besucher mit Schnelltests wieder möglich war, haben wir zunächst einmal abgewartet und uns einen Überblick verschafft, welche Erfahrungen in anderen Städten damit gemacht werden“, so Mühlhofer.

Dort laufe es „problemlos und ohne Zwischenfälle, und wir sehen keinen Grund mehr, nun nicht auch zu öffnen“.

So kommen Sie an Tickets

Zeitfenster-Tickets kann man online unter folgenden Adressen buchen, „spätestens ab Donnerstag, 8. April“, verspricht die Stadt:

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff

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