Trotz Corona: Wie es um die Rettungspläne für Hansemarkt und Co. steht

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Wegen der Corona-Krise sind Großveranstaltungen bis Ende des Jahres verboten. Doch es soll Ausnahmen geben. Wir haben nachgehört, was in Dortmund ausfällt und was doch stattfinden soll.

Dortmund

, 30.08.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist übersichtlich geworden im Dortmunder Veranstaltungskalender. Drachenboot-Festival: abgesagt, Lichterfest: abgesagt, Konzerte im Westfalenpark: abgesagt. Und die Liste dürfte noch länger werden, denn Bund und Länder haben in dieser Woche das Verbot von Großveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie bis Ende des Jahres verlängert.

Das heißt aber nicht, dass alle großen Veranstaltungen in Dortmund ausfallen. Viele Veranstalter bemühen sich, ein corona-gerechtes Format zu finden - wie für Messen in den Westfalenhallen, den Tag des offenen Denkmals am 13. September oder die DEW-Museumsnacht am 19. September.

Ähnliche Rettungsversuche laufen aktuell für den Dortmunder Weihnachtsmarkt und den Hansemarkt in der City, der mit einer Mischung aus Mittelalter-Fest und Nostalgiekirmes wieder vom 4. bis 8. November stattfinden soll.

Warten auf Vorgaben des Landes

Noch fehlen die genauen Verordnungen des Landes, unter welchen Bedingungen Veranstaltungen möglich sein sollen, berichtet Frank Schulz als Geschäftsführer der City Marketing Gesellschaft (CMG). Frühestens in der kommenden Woche (31.8. bis 6.9.) rechnet er mit näheren Informationen.

Verkaufsoffene Sonntage

Große Hoffnungen, dass der Hansemarkt und der Weihnachtsmarkt in irgendeiner Form stattfinden können, macht man sich auch beim Cityring. Denn die Märkte ziehen viele auswärtige Besucher in die Stadt. Und an sie sind auch die beiden noch ausstehenden verkaufsoffenen Sonntage in der City gekoppelt, die für den 8. November und 6. Dezember geplant sind.

Die verkaufsoffenen Sonntage sind für den City-Handel immens wichtig, sagt der Cityring-Vorsitzende Dirk Rutenhofer. Ebenso hat er aber auch die Schausteller im Blick, für die die Märkte lebensnotwendig seien. „Sie sind aber auch gut für Herz und Seele“, stellt Rutenhofer fest. Deshalb gilt für ihn: „Wenn es irgendeine Möglichkeit gibt, Hansemarkt und Weihnachtsmakt corona-konform umzusetzen, sollte es auf jeden Fall gemacht werden.“

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Ungewissheit gibt es auch bei den Konzertveranstaltern: Thorsten Sickert von der Warsteiner Music Hall am Phoenix-See wartet wie die CMG auf die neue Corona-Schutzverordnung des Landes. Sollten Konzerte weiter stattfinden dürfen, werde es zeitnah ein Programm mit entsprechendem Hygiene-Konzept geben, versichert Sickert.

Trotzdem fehle es an Planungssicherheit. Sickert befürchtet sogar, dass es zukünftig die Veranstaltungsbranche nicht mehr so geben wird, wie gewohnt.

Tappen im Dunkeln

Im FZW wartet Geschäftsführer Volker May ebenfalls auf die Entscheidung des Landes NRW. Ihm fehlt auch eine Perspektive für die Zukunft von Konzerten. Man tappe im Dunkeln, sagt May.

Von der Pressestelle der Westfalenhallen gab es am Freitag (28. August) keine Informationen, ob die geplanten Veranstaltungen 2020 über die zuletzt angekündigten Messen hinaus noch stattfinden werden.

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Beim Domicil ging man am Freitag (28.8) davon aus, dass man ab September wieder Konzerte stattfinden lassen kann – unter Berücksichtigung der Corona-Auflagen. Ein Großteil des Programms stehe schon, Tickets können über die Webseite des Domicils gekauft werden. Allerdings gibt es auch hier Unsicherheiten, ob sich die Pläne in der kommenden Woche nicht noch ändern werden.

Noch keine Klarheit zu Großveranstaltungen in städtischen Parks

Von der Stadt Dortmund gab es auf Anfrage unserer Redaktion keine konkreten Antworten zu größeren Events etwa im Westfalenpark oder Fredenbaumpark: „Noch laufen dazu die Gespräche“, hieß es von der Pressestelle. „Absagen oder veränderte Rahmenbedingungen“ würden mitgeteilt, „sobald sie feststehen“.

Fest steht: Theater und Konzerthaus starten Anfang September in die neue Saison - natürlich unter Corona-Bedingungen mit deutlich weniger Platz für Zuschauer und angepasstem Programm.

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