Treppenhaus versperrt: Feuerwehr rettet 80-Jährigen aus brennender Wohnung

Brand in der Nordstadt

Brennt es plötzlich in der Wohnung, reagieren viele Menschen falsch und bringen sich so in Gefahr. Anders bei einem Feuerwehreinsatz am Montagabend in Dortmund: Ein 80-Jähriger machte alles richtig.

Dortmund

, 13.04.2021, 08:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
An der Münsterstraße hat am Montagabend die Wohnung eines 80-Jährigen gebrannt.

An der Münsterstraße hat am Montagabend die Wohnung eines 80-Jährigen gebrannt. © Feuerwehr Dortmund

Der Notruf ging um 20.15 Uhr am Montagabend (13.4.) bei der Feuerwehr ein: An der Münsterstraße brannte es in einer Wohnung im ersten Obergeschoss, ein 80-Jähriger befand sich noch darin.

Bemerkt hatte der Mann den Brand, weil der Strom plötzlich weg war, schildert die Feuerwehr. Auf der Suche nach der Ursache entdeckte er, dass seine Waschmaschine in Flammen stand und alarmierte die Retter.

Brandrauch blockierte das Treppenhaus

Beim Eintreffen der Feuerwehr war das Treppenhaus bereits unpassierbar, mit giftigem Brandrauch versperrt. Eine große Gefahr, denn viele Verletzte bei Bränden ziehen sich ihre Verletzungen nicht durch das Feuer zu, sondern durch den giftigen Rauch, erklärt Oliver Körner, Feuerwehr-Pressesprecher.

In diesem Fall reagiert der 80-Jährige aber genau richtig: „Der Mieter hat die Ruhe bewahrt, hat in der Wohnung gewartet.“ Er stand an einem Fenster zum Hinterhof, als die Einsatzkräfte der Wachen Stadtmitte und Eving, sowie der Löschzug der freiwilligen Feuerwehr Eving eintrafen. Mit einer Leiter halfen ihm die Feuerwehrleute ins Freie.

Sicherheitshalber ins Krankenhaus gebracht

Einen weiteren Mieter führten die Feuerwehrleute mit einer Fluchthaube, unter der man vor dem giftigen Rauch geschützt ist, durch das Treppenhaus ins Freie. Zur Vorsorge wurden beide Männer ins Krankenhaus gebracht.

Nach dem Löschen des Brandes musste die Wohnung noch belüftet werden und war zunächst unbewohnbar.

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