Fuß- und Radweg im Dortmunder Süden seit Wochen dicht – Anwohner ignorieren Absperrung

dzGesperrte Wege

Der Fuß- und Radweg ist eine kleine, aber wichtige Verbindung im Dortmunder Süden. Ein Wohngebiet hat dadurch Anschluss an zahlreiche Geschäfte. Doch der Zugang verkommt.

Aplerbeck

, 13.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Zeiten, in denen viele Menschen vom Auto aufs Rad wechseln möchten oder auch einmal kurze Strecken auf Schusters Rappen zurücklegen wollen, sind die kleinen Verbindungswege von Wohngebieten in Richtung Geschäftswelt Gold wert.

Blöd ist nur, wenn so eine wichtige Verbindung für Wochen geschlossen ist und langsam völlig verschlammt und vermüllt. An der Trapphofstraße im Dortmunder Süden ist so ein kleiner Weg. 300 Meter sind es vielleicht vom Wohngebiet bis zur Schleefstraße, wo unter anderem der Real-Markt zu finden ist.

Hoch frequentierter Weg

Eigentlich ist diese Verbindung hoch frequentiert. Das hat sich aber geändert, seitdem die Stadt Dortmund den Fuß- und Radweg gesperrt hat. Der Grund sind Bäume, die nicht mehr ganz so stabil seien. „Bei einer Baumkontrolle wurden nicht verkehrssichere Bäume entdeckt. Der Weg muss daher weiterhin gesperrt bleiben, bis alle verkehrssicherheitsrelevanten Mängel beseitigt wurden“, sagt Stadtpressesprecher Christian Schön.

Der Weg an der Trapphofstraße ist mittlerweile vermüllt und verschlammt.

Der Weg an der Trapphofstraße ist mittlerweile vermüllt und verschlammt. © Jörg Bauerfeld

Die Beseitigung der Mängel würde aber in den nächsten Tagen beauftragt. Der eine oder andere Bürger scheint aber keine große Lust mehr zu haben, auf ein „Go“ der Stadt zu warten. Sie räumen sich selbst den Weg frei; besser gesagt, die Absperrung, die durch das Tiefbauamt aufgestellt wurde, beiseite.

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Das habe Christoph Paßmann mehrfach beobachtet. Der wohnt im Bereich der Trapphofstraße und kann von viel Verkehr auf dem gesperrten Weg berichten. „Der Fuß-Radweg ist immer noch gesperrt. Lustig ist der Trödelmarkt im Gewerbegebiet. Da laufen jetzt Hunderte Leute an der Absperrung vorbei“, so Paßmann.

Bäume sollen schon vor dem Sturm schief gestanden haben

Paßmann kann auch die Sperrung, die nach dem Sturmtief „Sabine“ vollzogen wurde, nicht so recht verstehen. „Da waren schon Bäume vor dem Sturmtief schief“, so Paßmann.

Von der Trapphofstraße geht es zur Schleefstraße – eigentlich.

Von der Trapphofstraße geht es zur Schleefstraße – eigentlich. © Jörg Bauerfeld

Dass dies aber kein Grund sei, den gesperrten Weg trotzdem einfach zu nutzen, macht Stadtpressesprecher Christian Schön noch einmal deutlich. Das sei nicht ungefährlich. Man habe sich schon etwas bei der Absperrung gedacht. Wer diese ignoriere, der würde auf eigene Gefahr handeln.

Kann die Stadt denn noch mehr tun, als eine Absperrung aufzustellen? Eigentlich nicht. Laut Schön werden solche Absperrungen in regelmäßigen Abständen von Mitarbeitern der Stadt überprüft und auch im Notfall wieder auf den richtigen Fleck gestellt. Man könne ja keinen Mitarbeiter daneben stellen und aufpassen, dass sich jeder Bürger an die Sperrung hält.

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