Die Familie des Getöteten tritt im Prozess als Nebenkläger auf. © Martin von Braunschweig
Prozess am Schwurgericht

Tod von Ibrahim D.: Details zu Aussagen des Angeklagten sickern durch

Im Prozess um den gewaltsamen Tod des kleinwüchsigen Ibrahim D. will der Angeklagte sich äußern. Die Vernehmung beim Haftrichter soll verlesen werden. Auch die Mutter des Opfers hat ausgesagt.

Nach seiner Festnahme hatte der 39-jährige Angeklagte beim Haftrichter umfangreiche Angaben gemacht. Welche genau, wird sich am nächsten Verhandlungstag herausstellen, wenn das Protokoll verlesen wird. Schon jetzt sind aber einige Details durchgesickert.

Unter anderem soll der Angeklagte beim Haftrichter Schläge und Tritte gegen den kleinwüchsigen Ibrahim D. zugegeben haben. Für den Tod seines Kontrahenten fühlte er sich aber anscheinend nicht verantwortlich. Denn er soll erklärt haben, dass das Opfer noch lebte, als er den Tatort im Unionviertel verließ.

Mutter sagte als Zeugin aus

Unterdessen hat die Mutter des Opfers vor dem Schwurgericht als Zeugin ausgesagt. Unter Tränen sagte die Frau: „Ich habe ihn immer wie ein Baby behandelt.“ Ihr Sohn habe wegen seiner Kleinwüchsigkeit stets große Probleme gehabt und sich unter anderem nicht einmal zum Friseur getraut.

In den Wochen vor der Bluttat im Mai soll Ibrahim D. seiner Mutter mehrmals von Streit mit einem „Freund“ erzählt haben. Dem habe er auch regelmäßig Geld geben müssen. „Ich habe mich gewundert, weil Ibo ja eigentlich gar keine Freunde hatte“, sagte die Mutter den Richtern.

Ihr Sohn habe ihr aber unter keinen Umständen sagen wollen, um wen es sich handelte. „Er hat immer gesagt: Wenn ich das mache, bringt er dich sofort um.“

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