Tiny Houses auf der „Fair Friends“-Messe - Stadt stellt neues Wohngebiet vor

dzMini-Eigenheime

Bei der Messe „Fair Friends“ Anfang September gibt es einen eigenen Tiny-House-Tag. Besucher können Mini-Eigenheime besichtigen und bei Dortmunds spannendstem neuen Wohngebiet mitreden.

Dortmund

, 19.08.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wären Tiny Houses eine Musikband, Kritiker würden sie als „das nächste große Ding“ anpreisen: Der Hype um die Mini-Eigenheime, die zwischen 10 und 45 Quadratmeter groß und häufig mobil sind, ist groß. Seit Jahren findet die Tiny-House-Bewegung, deren Ziel es ist, auf möglichst wenig Raum ein möglichst energiesparendes, selbstbestimmtes und nachhaltiges Leben zu führen, immer mehr Anhänger – auch in Dortmund.

Das haben auch die Macher der „Fair Friends“ in den Westfalenhallen (5.-8. September) registriert. Deshalb gibt es dieses Jahr erstmals einen eigenen Tiny-House-Tag bei der Nachhaltigkeitsmesse, die 2019 ihre zehnte Auflage feiert. „Nachhaltiges Wohnen hat in Zeiten von Klimawandel, Wohnungsnot und steigendem Flächenverbrauch an Bedeutung gewonnen“, sagt Messe-Chefin Sabine Loos. „Das spannende Konzept der Tiny Houses greift dies auf und gehört damit auf Deutschlands größte Nachhaltigkeitsmesse.“

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Überblick über Kosten und Planung von Tiny Houses

Am Samstagnachmittag (7.9.) werden auf der Messe die wichtigsten Themen rund um Tiny Houses behandelt: Welche Arten von Tiny Houses gibt es eigentlich und wie teuer sind sie? Was muss ich bei ihrer Planung beachten? Und wo kann ich überhaupt ein Tiny House hinstellen?

Besonders an der letzten Frage scheitern momentan noch die meisten Tiny-House-Vorhaben. Denn das Baurecht behandelt die Mini-Eigenheime wie normale Häuser – ein großes Problem, da damit Anforderungen gestellt werden, die für die meisten Tiny-House-Interessenten zu hoch sind.

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Die Stadt Dortmund hat dies erkannt und als eine der ersten Kommunen Deutschlands ein Neubaugebiet extra für Tiny Houses auf den Weg gebracht. Das Gelände in Sölde wird auf dem Tiny-House-Tag erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt, die Stadt erhofft sich konkrete Vorstellungen und Ideen für die Ausgestaltung des 16.000-Quadratmeter-Geländes an der Emscher. Schon jetzt hat Gerald Kampert, der Tiny-House-Beauftragte des städtischen Planungsamts, über 100 Interessenten, die dort gerne wohnen würden.

Drei Tiny Houses gibt es auf der „Fair Friends“ zu sehen

Neben der ganzen Theorie zeigen drei konkrete Beispiele auf der „Fair Friends“, wie vielfältig die Idee eines Tiny Houses ausgestaltet werden kann:

  • Ein mobiles Tiny House des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik zeigt, wie Leben auf weniger als 10 Quadratmetern aussieht, inklusive einer in die Dusche integrierten Toilette.
  • Das Bochumer Unternehmen Amathabito präsentiert sein 24-Quadratmeter-Minihaus, das man durch ein Modulsystem individuell erweitern kann.
  • Noch eine Nummer größer ist das Tiny House des Dortmunder Anbieters Greenspaces: Dessen 40 Quadratmeter großes Exemplar ist die Luxusvariante unter den Mini-Eigenheimen. Ein Musterhaus steht in der Rosemeyerstraße wenige Minuten von den Westfalenhallen entfernt, auf der „Fair Friends“ stellt die Firmen-Gründerin das Konzept vor und bietet danach einen Besichtigungstermin an.

Wer danach noch Lust auf Tiny-House-Träume hat, kann sich die Wohn-Ideen anschauen, die Studenten der FH Dortmund und der Ruhr-Uni Bochum entwickelt haben.

Zur Sache

Die Messe „Fair Friends“

  • Die „Fair Friends“ läuft vom 5.-8.9. in den Westfalenhallen. Tagestickets für die Publikumstage (6.-8.9., 10-18 Uhr) kosten 7,50 Euro normal und 4,50 Euro ermäßigt.
  • Für Besucher, die am Tiny-House-Nachmittag teilnehmen wollen, ist der Eintritt zur Messe kostenlos. Anmeldungen bis zum 2.9. per Mail an gkampert@stadtdo.de oder telefonisch unter (0231) 5022683
  • Tiny Houses sind nur ein Programmpunkt der „Fair Friends“: Unter anderem geht es auch um fairen Handel, nachhaltige Mode oder veganes Essen. Das komplette Programm: www.fair-friends.de
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