Tief „Friederike“: Orkan erwartet

Windgeschwindigkeit bis 130 km/h

Bis Mittwochabend gibt es eine gemäßigte Sturmwarnung, doch am Donnerstag soll es mit dem Orkantief „Friederike“ erst richtig losgehen. Die Feuerwehr hat bereits konkrete Verhaltensempfehlungen herausgegeben.

DORTMUND

, 17.01.2018, 14:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tief „Friederike“: Orkan erwartet

Richtig ungemütlich soll es am Donnerstag werden. © Julian Stratenschulte/dpa

Das sagt Meteorologin Jana Beck vom Deutschen Wetterdienst: Orkantief Friederike bricht in den frühen Morgenstunden des Donnerstags über Dortmund herein, und dann wird es richtig ungemütlich. Es gibt orkanartigen Sturm (bis 117 km/h) und wahrscheinlich auch richtigen Orkan bis 130 km/h, also Stufe 12 auf der Beaufortskala.

Der Wetterdienst wurde schon mehrfach kritisiert, mit seinen Vorhersagen und besonders mit den Sturmwarnungen gern zu übertreiben, um seine Relevanz zu erhöhen. In diesem Fall, sagt Meteorologin Beck auf Nachfrage, sei die Vorhersage jedoch „sehr sicher“. Sonst wäre die Sturmwarnung nicht schon am Mittwoch veröffentlicht worden. Und sie würde auch Dortmund in jedem Fall betreffen.

Was nicht wirklich fest ist, fliegt

Das bedeutet: Der Sturm wird voraussichtlich abreißen und umherwirbeln, was nicht niet- und nagelfest ist: Zweige und Äste, Dachziegel, Gartenmöbel, vielleicht ganze Bäume umwerfen.

Die Dortmunder Feuerwehr hat am Mittwoch bereits vorsorglich zahlreiche Sicherheitstipps getwittert:

  • Verlassen Sie das sichere Gebäude nur in Ausnahmefällen.
  • Schließen Sie Türen und Fenster; denken Sie dabei insbesondere an Dachfenster und -luken.
  • Fahren Sie Markisen ein, schließen und befestigen Sie Sonnenschirme.
  • Befestigen Sie lose Gegenstände oder holen Sie diese ins Haus (Gartenmöbel, Müllbehälter etc.)
  • Halten Sie Wasserabläufe rund um Ihr Haus frei von Laub und Blüten.
  • Von Bäumen geht eine große Gefahr aus; meiden Sie diese nach Möglichkeit. Parken Sie ihr Auto nach Möglichkeit nicht unter Bäumen.
  • Beim Autofahren passen Sie Ihre Geschwindigkeit bitte den Witterungsverhältnissen an. Achten Sie auf umherfliegende/herabfallende Teile.
  • Bereiten Sie sich gegebenenfalls auf einen Stromausfall vor.
  • Führen Sie für den Notfall ein Mobiltelefon mit sich.

Vorrang haben lebenswichtige Einsätze

Außerdem weist die Feuerwehr darauf hin, dass bei schweren Unwettern lebenswichtige und dringende Einsätze Vorrang haben. Bei weniger dringenden Einsätzen könne es daher zu Wartezeiten kommen.

Sie bittet darum, in der ersten Phase des Unwetters deshalb nur wichtige und schwerwiegende Ereignisse zu melden.

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