Ankermieter wie Primark und viele andere bekannte Namen bleiben der Thier-Galerie treu. © RN
Einkaufscenter

Thier-Galerie kündigt Neueröffnungen an – und gibt Prognose zu Leerstand ab

Gute Nachrichten aus der Thier-Galerie: Etliche Ankermieter wie auch kleinere Anbieter haben ihre Verträge verlängert. Aber nicht alle. Und: In Dortmunds Einkaufszentrum wird sich noch einiges ändern.

Im September 2011 wurde die Thier-Galerie mit rund 160 Geschäften eröffnet. Nach nunmehr zehn Jahren sind, wie üblich, etliche Mietverträge im Einkaufscenter ausgelaufen.

Umso mehr freut sich Center-Manager Markus Haas, dass sowohl die Ankermieter wie auch viele kleinere Läden mitten in der Corona-Pandemie klar Schiff gemacht haben und sagen: Wir bleiben!

„Das bringt Stabilität und ist ein sehr positives Signal für die Zukunft“, sagt Haas. Seitdem City-Besucher wieder ohne Test und Kontaktverfolgung einkaufen könnten, sei die Frequenz spürbar gestiegen. „Zurzeit bewegen wir uns bei etwa 80 Prozent des Niveaus von 2019“, gibt der Center-Manager an.

Natürlich hat die Corona-Pandemie auch in Dortmunds Shopping-Center ihre Spuren hinterlassen: So mussten beispielsweise allein sieben Anbieter 2020 Insolvenz anmelden und die Thier-Galerie verlassen. Hinzu kommen Geschäfte wie die Parfümeriekette Douglas. Die ist zwar nicht insolvent, hat aber dennoch angekündigt, ihren Laden in der Thier-Galerie zum 30. September 2021 zu schließen.

Manche Geschäfte haben immer noch geschlossen

Im Gegenzug konnten neue Geschäfte wie Lacoste und Guess activewear angesiedelt werden. „Es gibt aber auch Anbieter, die nach wie vor Kurzarbeit haben“, sagt Haas.

Sorgen bereiten dem Center-Manager drei weitere Läden: Die Jeans-Anbieter LTB und Leos sowie der Süßwarenladen Fisher’s Sweet Shop hätten seit dem Lockdown im Dezember 2020 nach wie vor geschlossen. Wie es dort weitergeht, lasse sich zurzeit nicht sagen, so Haas.

Darüber hinaus gebe es aktuell Verhandlungen mit „rund einem Dutzend“ weiterer Bestandsmieter, deren Verträge ausliefen. Welche das im Einzelnen sind, mochte Haas nicht verraten. Nur so viel: „Darunter befinden sich auch Läden, die ihre Fläche im Center vergrößern möchten.“

Von rund 160 Geschäften stünden zurzeit 18 leer. Corona hin, Corona her: Haas geht nicht davon aus, dass die insgesamt 33.000 Quadratmeter große Verkaufsfläche der Thier-Galerie bis Jahresende komplett gefüllt ist. „Wir werden einen gewissen Leerstand haben, ganz klar“, sagt der Center-Manager.

Branchenmix in der Thier-Galerie soll aufgefrischt werden

Durch Mietnachlässe und -stundungen sei es aber gelungen, die Coronakrise einigermaßen abzufedern und Interessenten im Hause zu halten. „Das waren immer individuelle, auf die Lage des jeweiligen Händlers abgestimmte Angebote“, sagt Haas. Auf welchem Niveau sich die Mietausfälle bewegen, wollte Haas nicht verraten. Es sei aber „durchaus ein gewisser Betrag“.

Schon vor Corona sind die Besucherfrequenzen gesunken. Deshalb wird darüber nachgedacht, neue Branchen und Attraktionen ins Center zu holen. © RN © RN

Alles in allem sei die Thier-Galerie bislang „gut durch die Pandemie gekommen“, bilanziert Haas. Nach wie vor gebe es bei Händlern hohes Interesse, sich im Center anzusiedeln.

Dazu liefern aktuell Verhandlungen unter anderem mit weiteren Modeanbietern. „Ich bin zuversichtlich, dass wir bis Jahresende zwei bis drei neue Geschäfte aus dem Textilbereich haben werden“, sagt der Center-Leiter. Namen nennt er zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

Mittelfristig allerdings sei zu überlegen, wie der Mix in der Thier-Galerie durch die Ansiedlung neue Branchen und Attraktionen ergänzt werden könne. Und zwar unabhängig von Corona: Nach nunmehr zehn Jahren hat die Anziehungskraft des Shopping-Centers nachgelassen. In der Anfangszeit wurde die Thier-Galerie von täglich rund 35.000 Menschen besucht. Vor Ausbruch der Coronapandemie waren es zuletzt im Schnitt 28.500 Besucher am Tag.

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Freier Mitarbeiter
Jahrgang 1961, Dortmunder. Nach dem Jura-Studium an der Bochumer Ruhr-Uni fliegender Wechsel in den Journalismus. Berichtet seit mehr als 20 Jahren über das Geschehen in Dortmunds Politik, Verwaltung und Kommunalwirtschaft.
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