Telefonbetrügerin wollte von Monika Hohmann 999 Euro ergaunern

dzBetrug am Telefon

Vor diesen Anrufen fürchtet sich jeder. Denn niemand kann sich sicher sein, den Betrug zu durchschauen. Auch bei Monika Hohmann versuchten Telefonbetrüger jetzt, Geld zu ergaunern.

Westerfilde

, 03.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich muss es jeder wissen: Wenn man etwas bestellt, dann bekommt man die Modalitäten der Zahlung schriftlich. Von einem seriösen Unternehmen bekommt der Kunde niemals einen Anruf, in dem zum Beispiel Kontodaten abgefragt werden.

Doch Betrüger würden es nicht immer wieder versuchen, wenn der Trick nicht hin und wieder funktionieren würde. Auch bei Monika Hohmann vom Mieterbeirat Westerfilde haben es Telefon-Betrüger jetzt versucht. Sie fiel nicht auf die Masche herein und möchte andere warnen.

Anruferin schafft peinliche Situation

„Es war schon eine ganz schöne Stress-Situation“, erinnert sich Monika Hohmann an das Gespräch. „Ich war ganz schön unter Druck“. Eine Frauenstimme erklärte Monika Hohmann, es gäbe da eine nicht bezahlte Rechnung.

Die Frau versuchte, eine peinliche Situation zu schaffen, deutete an, dass Monika Hohmanns Mann etwas bestellt habe, etwas, das am Telefon nicht genannt werden sollte. 999 Euro sollte seine Frau bitte schnell überweisen.

Rufnummernmissbrauch angezeigt

In ihrer Erinnerung ist es diese Summe, 999 Euro, bei der Monika Hohmann zum ersten Mal Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Situation kamen. Danach kam eines zum anderen. Als die Frau immer mehr Druck aufbaute, gar mit Pfändung drohte, wurde Monika Hohmann klar, dass ein seriöses Unternehmen nicht solche Anrufe tätigen würde. Sie legte auf.

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Damit gab sie sich aber nicht zufrieden. Mittlerweile fest davon überzeugt, einen Betrugsversuch erlebt zu haben, wandte sich Monika Hohmann an die Bundesnetzagentur. Die ist bei sogenanntem Rufnummernmissbrauch zuständig.

Betrüger machen unter neuer Nummer weiter

Der Anruf bestätigte ihr Handeln. „Man hat mir versichert, dass die Nummer gesperrt wird, aber auch gesagt, dass die Betrüger sofort mit einer anderen Nummer weitermachen werden“, berichtet Monika Hohmann.

Deshalb will sie andere Menschen vor dieser Betrugsmasche warnen. Denn sie ist sich sicher, dass nicht wenige Menschen dem Druck, der in solchen Gesprächen aufgebaut wird, nachgeben.

Nur bezahlen, was man wirklich bestellt hat

Monika Hohmann verweist auf Informationen der Verbraucherzentralen. Dort gibt es praktische Tipps, wie man auf entsprechende Anrufe reagiert. Zum Beispiel nur Forderungen zu bezahlen, an deren Bestellung man sich auch wirklich erinnern kann.

Auf einer Seite der Bundesnetzagentur kann man die Rufnummer eines vermeintlichen Telefonbetrügers eingeben und prüfen lassen. Dann weiß man, ob die Nummer schon einmal zu Betrugszwecken genutzt wurde.

Letzte Unsicherheiten, ob hinter dem Anruf doch eine legitime Forderung stand, sind auch längst ausgeräumt. Denn eine schriftliche Reaktion auf das Telefonat hat es bislang nicht gegeben.

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