Nach Festnahme: Tatverdächtige der Kellerbrand-Serie wieder auf freiem Fuß

dzDortmunder Westen

Nach einem Brand in Lütgendortmund am Sonntag (11.10.) hatte die Polizei zwei Personen festgenommen. Trotz eines möglichen Zusammenhangs mit der Kellerbrand-Serie sind sie wieder frei.

Lütgendortmund

, 12.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Polizei hat zwei Tatverdächtige der seit Monaten anhaltenden Kellerbrandserie im Dortmunder Westen festgenommen. Die zwei Personen seien bei einem Brand festgenommen worden, der eigentlich untypisch für die Serie ist.

In der Nacht zu Sonntag (11.10.) wurde gegen 1.45 Uhr ein Brand in Lütgendortmund gemeldet. Anstelle eines Kellers brannte auf dem Sportplatz „Im Rauhen Holz“, der zwischen Karinstraße und Ostholzstraße liegt, das Dach einer Umkleide in voller Ausdehnung. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand.

Der Sportplatz und die Umkleide werden derzeit nicht von einem Verein genutzt.

Ein Investor möchte auf dem Gelände knapp 40 Reihen- und Doppelhäuser sowie eine Kita bauen. Die örtlichen Vereine blieben somit von dem Unglück unangetastet.

Zwei Dortmunder in Polizeigewahrsam

Zunächst sah es sogar so aus, als hätte der Brand auch etwas Gutes. Denn er führte zu einem Ermittlungserfolg: Polizeibeamte konnten im näheren Umfeld des Tatorts in Lütgendortmund zwei tatverdächtige Männer festnehmen.

Es handelte sich laut der entsprechenden Pressemitteilung der Polizei um einen 20-jährigen und einen 30-jährigen Dortmunder.

Eine Verbindung der Tatverdächtigen zu der Serie von Kellerbränden im Dortmunder Westen, die seit März immer wieder Mehrfamilienhäuser in den westlichen Stadtbezirken trifft, sei nach aktuellem Ermittlungsstand möglich, hieß es noch am Montagvormittag (12.10.) von Seiten der Polizei.

„Wir wissen noch nicht, ob sie es waren“, betonte Polizei-Pressesprecher Gunnar Wortmann allerdings. Die beiden Männer wurden noch am Montag dem Haftrichter vorgeführt. Doch der ließ die Tatverdächtigen wieder frei.

„Die am gestrigen Tage vorläufig festgenommenen Männer wurden heute auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Dortmund mangels dringenden Tatverdachts aus dem Polizeigewahrsam entlassen“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und Polizei Dortmund. „Beide haben die Tat bestritten.“

Männer sind immer noch Beschuldigte

Auf Anfrage dieser Redaktion erklärt die zuständige Staatsanwältin Sandra Lücke: „Ohne einen dringenden Tatverdacht können wir keine Untersuchungshaft anordnen. Die Männer sind somit zwar entlassen worden, verlieren aber nicht ihren Beschuldigten-Status.“

Heißt: Die nun aus dem Polizeigewahrsam entlassenen Männer können nicht länger festgehalten werden, werden allerdings weiterhin überprüft. Das bestätigt auch Polizei-Pressesprecherin Nina Kupferschmidt auf Anfrage.

„Die Ermittlungen dauern an“, sagt sie.

In unserem ursprünglichen Bericht (12.10., 12 Uhr) ging es um die Festnahme der beiden Tatverdächtigen. Im weiteren Tagesverlauf ergaben sich neue Erkenntnisse, die anschließend ergänzt wurden.

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