Tatort Kleiderschrank: Wie lange hält Fabers Kult-Parka noch durch?

dzTV-Krimi

Der schmuddelig-braune Parka ist die zweite Haut von Hauptkommissar Peter Faber im Dortmund-Tatort. Noch hält das kultige Textil, doch ein anderes Accessoire musste ausgetauscht werden.

Dortmund

, 03.08.2020, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es sind 23 Grad, die Sonne scheint, es ist Kurze-Hosen-Wetter – und Hauptkommissar Peter Faber schwitzt in seinem schlammfarbenen Parka beim Dreh für einen neuen Dortmund-Tatort am Mittwoch (29. Juli) in Köln. Egal welche Jahreszeit, Faber trägt dieses alte Schmuddelteil. Auch in seinem Büro im Polizeipräsidium. Es ist mit ihm verwachsen.

„Das ist mein eigener Parka“, sagt Jörg Hartmann, der seit 2012 in der Rolle des Dortmunder Aggro-Kommissars Peter Faber brilliert. Inzwischen haben die raubeinige Figur und der abgeranzte Parka Kult-Status. Der Mantel ist Fabers Markenzeichen.

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Doch in acht Jahren als zweite Faber-Haut und Schutzschicht vor emotionalen Abgründen hat der Parka ziemlich gelitten. Die Ärmelkanten sind zerschlissen, der Stoff ist zum Teil ausgefranst. Hartmann zeigt die gezogenen Fäden.

„Ein gutes Näschen“

Er habe damals, am Anfang des Dortmunder Ablegers der ARD-Krimireihe, lange überlegt, was er anziehen könne, erzählt er am Rande des Drehtermins für die 17. Dortmunder Tatort-Folge „Heile Welt“. Der alte Parka habe viele Jahre lang vergessen in seinem Kleiderschrank gehangen. Seine damalige Frau habe ihn wiederentdeckt, aus dem Schrank gezogen und gesagt: „Nimm den, der ist gut für die Figur.“ Sie habe da „ein gutes Näschen“ gehabt.

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Auch die ollen beigen Schuhe seien seine eigenen, sagt Hartmann und zeigt auf seine Treter. Derb, gammelig und patiniert. So vom Tragen abgenutzt wie Faber vom Leben.

Vom Parka, sagt er, lägen im Kostümwagen noch zwei Kopien bereit. Sie seien gut gemacht, aber nicht hundertprozentig genauso wie das Original. „Der Stoff ist anders.“

Der Saab hat nicht überlebt

Auch der frühere Ruhrpott Tatort-Kommissar Horst Schimanski mit dem unvergessenen Götz George, hat bei den Dreharbeiten mehrere Jacken verschlissen. In fast 30 Fällen, von 1981 bis 1991, trug Schimi die Feldjacke M65, die Zivilversion einer US-Armeejacke in Grau oder Beige.

Fabers Parka wird noch eine Weile an seinem Körper kleben, doch sein Auto, einen silbernen Saab 900, hat Parka-Faber 2019 in der Folge „Inferno“ geschrottet. Jetzt fährt er einen alten, dunkelblauen BMW, mit aufgesetztem Blaulicht auf dem Dach, wie Lieutenant Kojak in den 70er-Jahren in den Straßen von Manhattan.

Schimis Jacke hat heute einen Ehrenplatz im Kultur- und Stadthistorischen Museum in Duisburg. Mal sehen, wo Fabers Jacke endet . . .

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