Zahlreiche Autos sind vom Wall auf die Rheinische Straße und von dort auf einen Platz am U-Turm abgeleitet worden, wo Polizisten die Wagen kontrolliert haben. © Kevin Kindel
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Tarnung als Lieferdienst? Ausgangssperre trifft Auto-Szene in Dortmund

Anwohner des Dortmunder Walls haben sich in den vergangenen Monaten oft spät abends über laute Autos geärgert. Die Wall-Fans werden jetzt durch die Ausgangssperre endgültig ausgebremst.

In Dortmund gibt es schon lange keine Kneipenabende und noch deutlich länger keine Konzerte oder Disco-Besuche mehr. Trotzdem gibt es eine relativ große Gruppe junger Menschen, die zuletzt spät abends in der Stadt zusammenkam. Die Rede ist von denen, die sich in ihren fahrenden Wagen getroffen haben, unter anderem am Wall in der City.

Manche von ihnen nutzten die Abende, um ihre Autos zur Schau zu stellen, andere wollten mit Gleichgesinnten ins Gespräch kommen und neue Bekanntschaften schließen. Die Polizei hat ihren Einsatz am Karfreitag etwa als Kontrollen gegen „Raser, Poser, Dater und illegales Fahrzeugtuning“ bezeichnet.

Die Nachricht der Ausgangssperre kam in diesen Kreisen erwartungsgemäß gar nicht gut an. Viel Zustimmung gab es in einer großen Instagram-Gruppe zum Thema für den Spruch: „Langsam über die Auswanderung Gedanken machen“.

„Schrottkiste kaufen“ und als Lieferdienst tarnen?

Die meisten „Gefällt mir“-Herzen bekam der Kommentar „Darf man ab 22 Uhr eigentlich noch atmen?“ Einige Nutzer haben sich auch darüber ausgetauscht, mit welchen Ausreden man die Ausgangssperre umgehen könnte.

Der kreativste ist wohl dieser Plan: „Lass mal eine Schrottkiste kaufen, Pizza-Werbung drauf und Lieferando-Anzüge klären.“ Viel Erfolg verspricht das allerdings nicht, weil die wenigsten Lieferdienste bis spät in der Nacht arbeiten.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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Kevin Kindel

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