"Tanzstunde" für die Loveparade

DORTMUND Nur noch eine Woche bis zur Loveparade. Doch schon jetzt wird in Dortmund getanzt, gestylt, die Musik lauter gedreht. Freitag trafen sich 20 junge Tänzerinnen und Tänzer aus ganz Deutschland im domicil, um von Choreograph Detlef D! Soost trainiert zu werden. Ihr Ziel ist der Tecktonik-Float auf der Loveparade.

von Von Julia Reidegeld

, 11.07.2008, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tanzlehrer Treaxy aus Paris zeigt, wie's geht.

Tanzlehrer Treaxy aus Paris zeigt, wie's geht.

„Tecktonik ist ein tänzerischer Cocktail der letzten 20 Jahre“, erklärt Soost. Dazu gehört das passende Outfit: Sneakers, Kapuzenshirt, Tank Tops, Röhrenjeans – für die Jungs der Irokesenschnitt, die Mädels tragen ihre Haare lang mit ein paar grellen Strähnen. „Das erinnert mich an meine 80er Jahre“, sagt der Tanzchoreograph lachend und blickt auf Treaxy. Der 18-jährige Tänzer ist extra aus Paris gekommen, um Tecktonik auch in Deutschland bekannt zu machen. Denn seinen Ursprung findet der Tanzstil in Frankreichs Club- und Straßenszene.

Extra von Berlin nach Dortmund

Laura ist schon gespannt auf das Training, doch sie ist keine Anfängerin. „Ich habe Tecktonik in einer Pariser Disco kennen gelernt und bin davon begeistert“, meint die 21-Jährige. Mit einem Freund hat sie sich für den Tanz-Workshop beworben, fuhr nachts um drei von Berlin nach Dortmund. Jetzt steht sie vor Soost und Dance Instructor Treaxy und versucht, ihre Arme und Beine richtig zu bewegen. „Eure Bewegung muss aus den Armen kommen“, ruft Soost. Bei Laura sieht das schon richtig gut aus, andere müssen sich am Wochenende noch reinhängen. 

Schweißtreibend

Spaß haben sie alle. „Seid locker. Wir werden heute nicht die Welt neu erfinden“, ruft Soost, und ihm läuft der Schweiß über die Stirn. Bis zum nächsten Samstag wollen alle fit sein. „Ich werden auf jeden Fall sehr viel lernen“, sagt Laura und studiert schon den nächsten Schritt ein. 

Was ist Tecktonik?

  • Ursprünglich war Tecktonik eine Party-Reihe im Pariser Metropolis Club und tauchte dort 2000 zum ersten Mal auf im Sommer 2007 eroberte TCK – nicht zuletzt über Videos auf YouTube – ein breiteres Publikum
  • TCK steht neben dem Tanz auch für Mode, Style, Toleranz und Techno-Musik – eine Mischung verschiedener Einflüsse von Menschen unterschiedlicher Religion und Herkunft
  • Die Tänzer sind in der Regel zwischen 17 und 22 Jahren alt und treffen sich auf Plätzen zu Tanzbattles: Der Spaß steht im Vordergrund
  • Ein ungeschriebenes Gesetz: Keine Drogen, kein Alkohol
Lesen Sie jetzt