Tagesbruch in Westrich: Zeisigweg bleibt zwei Wochen lang gesperrt

Tagesbruch

In Westrich ist es am Donnerstag (30.7.) zu einem Tagesbruch gekommen. Die Straße „Zeisigweg“ ist deshalb voll gesperrt. Nun hat die Stadtentwässerung den Grund für den Bruch ermittelt.

Westrich

, 30.07.2020, 16:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Zeisigweg musste wegen des Tagesbruchs gesperrt werden.

Der Zeisigweg musste wegen des Tagesbruchs gesperrt werden. © Stadt Dortmund

Wer das Wort „Tagesbruch“ hört, hat wohl die erschreckenden Bilder von der Emscherallee aus dem Jahr 2018 vor Augen. In Westrich ist es nun am Donnerstag (30.7.) auf der Straße „Zeisigweg“ in Höhe der Hausnummer 8 zu einem Tagesbruch gekommen.

Solche Ausmaße wie der Bruch auf der Emscherallee hat der allerdings nicht. Dennoch musste das Tiefbauamt die Fahrbahn sperren. Weil die Straße nur eine geringe Breite habe, komme dies einer Vollsperrung gleich, so Stadt-Pressesprecher Christian Schön.

An den Einmündungen Meisenweg und Bockenfelder Straße seien daher Schilder mit dem Hinweis auf eine Sackgasse aufgestellt worden. Der Tagesbruch gehört allerdings mit einem Ausmaß von ungefähr 1 Meter mal 70 Zentimeter nur zu den kleineren seiner Art.

Boden ist auffällig gelockert

„Das Loch ist nur 30 Zentimeter tief, aber der Untergrund ist an dieser Stelle auffällig gelockert“, erklärt Christian Schön. Die Stadtentwässerung Dortmund hat die Kanäle in der Straße am Freitag (31.7.) untersucht und die Ursache für den Schaden gefunden.

„Der Hauptkanal ist betroffen, er stammt aus dem Jahr 1930“, sagt Christian Schön. „Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Steinzeug-Rohr.“ Risse in diesem Rohr hätten dazu geführt, dass das Erdreich ins Innere eindringen konnte, so der Stadt-Pressesprecher.

Dadurch sei das Rohr nicht mehr ausreichend vom Erdreich umschlossen und somit stabilisiert und geschützt gewesen. Die Folge: ein Tagesbruch. Ab Dienstag (4.8.) wird der Hauptkanal nun auf einer Länge von zehn Metern erneuert. Die Arbeiten werden circa zwei Wochen in Anspruch nehmen.

Anwohner kommen in dieser Zeit dennoch problemlos zu ihren Häusern. Andernfalls werden sie rechtzeitig durch die Arbeiter vor Ort informiert.

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