Süßes Video: Faultier Flori schläft sogar beim Fressen ein

Zoo Dortmund

Der Name ist Programm: Bis zu 20 Stunden täglich schläft ein Faultier. Flori, das Zweifinger-Faultier im Dortmunder Zoo, schläft sogar beim Fressen ein, wie in einem süßen Video zu sehen ist.

Dortmund

, 04.02.2021, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eigentlich wollte Faultier Flori hier ein Ei verputzen, ist darüber aber eingeschlafen.

Eigentlich wollte Faultier Flori hier ein Ei verputzen, ist darüber aber eingeschlafen. © Stefanie Schroller

Bei Instagram gibt es ein neues Highlight aus dem Dortmunder Zoo. Das Zweifinger-Faultier Flori macht vor, wie Chillen geht, nämlich gaaanz langsam. Zoolotse Marcel Stawinoga hat diesen häufig wiederkehrenden Moment mit einem besonderen Höhepunkt im Video festgehalten.

Dabei kann Flori auch flott. Wenn das Faultier mitbekommt, dass die Tierpfleger das Mittagessen geliefert haben klettert es häufig zunächst recht motiviert und eifrig zur Futterschüssel, schnappt sich dort etwas Leckeres, wie zum Beispiel ein Stück Rote Bete oder ein Ei, und beginnt zu kauen.

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„Doch nicht selten schläft Flori dann direkt beim Essen ein“, erzählt Stawinoga. „Das machen nicht alle Faultiere, aber bei ihm kann man das regelmäßig sehen.“

Rundumversorgung im Zoo

Wild lebende Faultiere schlafen etwa 20 Stunden täglich. Da Faultiere in Zoologischen Gärten nicht so viel Zeit für Nahrungssuche aufbringen müssten, könnten sie diese Zeit bei all der Rundumversorgung sicherlich noch übertreffen, so der Zoolotse. „Die wild lebenden Faultiere müssen auch aktiver sein, da sie nicht immer so nahrhafte Nahrung zur Verfügung haben wie die Zoobewohner und daher mehr fressen müssen. Die Nahrungssuche ist aber dennoch von zahlreichen Ruhe- und Schlafphasen unterbrochen.“

Im Dortmunder Zoo dagegen bekommen die Faultiere das Futter sogar in klauengerechten Happen serviert. Möhren roh und gekocht – Letzteres fressen sie lieber –, Chicoree als Ganzes oder auch gekochten Reis. Die Möhren werden in Streifen geschnitten. Auch die Kartoffeln, sozusagen als rohe Pommes. „Das können die Zweifinger-Faultiere mit ihren beiden Fingern besser greifen“, erklärt Stawinoga. Wenn die Jahreszeit es zulässt, gibt es auch Laub.

Mit Algen getarnt

Einen Baum verlässt ein wild lebendes Faultier trotz Nahrungssuche nur selten. Denn alles, was ein Faultier zum Leben benötigt, findet es dort: Blätter, manchmal auch Früchte.

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Der Zoolotse: „Ein Faultier trinkt nicht, es leckt Tau von Blättern ab und begnügt sich mit dem Wasser aus dem Laub.“ Da das Faultier im Baum mit seiner Umgebung verschmelze, nähmen potenzielle Feinde es erst gar nicht wahr. „Im Fell wild lebender Faultiere wachsen sogar Algen, die unter bestimmten Lichtverhältnissen grünlich schimmern. So ist es vor allem in der Regenzeit, wenn im Regenwald um das Faultier herum alles üppig grün ist, beim Schlafen durch die Algen ideal getarnt“, sagt Stawinoga.

Flori im Dortmunder Zoo darf sogar zu jeder Zeit faul sein, ohne sich tarnen zu müssen.

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