Stummer Auftritt in der Innenstadt: Künstler rufen zu Flashmob auf

Corona-Krise

Mit einem stummen Konzert in der Innenstadt wollen Musiker und Veranstalter für ein bedingungsloses Grundeinkommen für Künstler protestieren.

Dortmund

01.06.2020, 05:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Von der Katharinentreppe bis zur Petrikirche werden Künstler aus Dortmund als Flashmob ein stummes Konzert spielen.

Von der Katharinentreppe bis zur Petrikirche werden Künstler aus Dortmund als Flashmob ein stummes Konzert spielen. © Dieter Menne

Das Verbot von Großveranstaltungen durch die Coronakrise trifft Künstler schwer. Keine Auftritte bedeuten auch kein Geld - eine Lockerung für Großveranstaltungen ist längst nicht in Sicht.

Deshalb ruft das Musiksyndikat Ruhr zu einem Flashmob für ein bedingungsloses Grundeinkommen auf. Am 6. Juni (Samstag) zwischen 11.30 Uhr und 12.30 Uhr planen Künstler aus Dortmund ein stummes Konzert von der Katharinentreppe bis zur Petrikirche.

Die Idee: Alle Künstler, die teilnehmen möchten, sollen ihr Arbeitsgerät, zum Beispiel ihr Instrument, mitbringen, ohne einen Ton erklingen zu lassen. Auch Texte werden stumm vorgetragen.

Protest für Grundeinkommen für Künstler

„Wir fordern ein bedingungsloses Grundeinkommen für die Künstler*innen, die noch lange unter den vielen Maßnahmen leiden werden und keine Möglichkeit haben werden, normal zu arbeiten“, schreibt das Musiksyndikat in der Ankündigung des Flashmobs.

Es werde zu wenig für Kulturschaffende getan, was sich gerade in der Krise zeige. „So, wie Deutschland ein Land der Autos ist, so ist es noch mehr ein Land der Kunst und Kultur“, so die Organisatoren. „Wir vermissen ein überzeugendes Konzept für diese Notlage seitens der Verantwortlichen.“

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