Der Streit um einen Zigarettenautomaten in Bövinghausen findet ein überraschendes Ende

dzBürger-Protest

Mit Unterschriftensammlungen und Briefen an Politiker wehren sich Bövinghauser Bürger gegen einen Zigarettenautomaten in ihrer Siedlung. Per Mail bekamen sie nun unerwartete Post.

Bövinghausen

, 30.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Anfang Juli nahmen Bövinghauser Siedler den Kampf gegen den „Lungenkrebs aus Automaten“ auf. Anlass war ein kurz zuvor aufgestellter Zigarettenautomaten in der Zechensiedlung Kolonie Landwehr. Diese „aggressive Skulptur“ vor ihrer Haustür, auf einer Vonovia-Wiese an der Jupiterstraße, wollen die Anwohner so schnell wie möglich wieder loswerden.

Tatsächlich zeigt ihr öffentlicher Protest nun die erhoffte Wirkung. Und das sogar schneller als gedacht: „Im Gespräch mit der Vonovia hat diese nun vorgeschlagen, dass der Zigarettenautomat zeitnah entfernt wird.“ Diese gute Nachricht erreichte Anwohnerin Vera Steinborn am Donnerstagnachmittag (29. August). Verfasst hat sie Jan-Joschka Pogadl, der persönliche Referent der SPD-Landtagsabgeordneten Anja Butschkau.

Politikerin mischt sich ein, Vonovia lenkt ein

Erst vor wenigen Tagen hatte die Politikerin versprochen, den Bürgern zu helfen. Der Aufwand fiel nun geringer aus als geplant: Denn am 26. September sollte ein klärendes Gespräch mit der Vonovia, den Siedlern, Butschkau und SPD-Bezirksvertreter Andreas Lieven stattfinden. Doch nun lenkte die Vonovia schon im Vorfeld ein.

Anwohnerin Vera Steinborn ist happy: „Ob es Druck oder Einsicht oder beides war – egal. Der heftige Protest hat sich jedenfalls gelohnt.“ Sie bedankt sich ausdrücklich bei Anja Butschkau für ihr Engagement. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) werde sie trotzdem noch einmal kontaktieren. Denn am liebsten wäre es ihr ja, wenn in ganz Deutschland Zigarettenautomaten verboten würden.

Dieser Artikel wurde am 31. August um Folgendes ergänzt:

Die Vonovia hat Worte gehalten: Den ungeliebten Zigarettenautomaten ließ sie bereits am Freitag (30. 8.) abbauen.

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