Streit im Zug: 26-Jähriger schlägt mit eingeklapptem Messer zu

Bundespolizei

In einem Intercity zwischen Dortmund und Hamm ist es zu einer Auseinandersetzung gekommen, bei der ein Mann ein Klappmesser zückte – zuvor hatte er wohl eine rassistische Beleidigung benutzt.

Dortmund

08.09.2020, 15:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

In einem Intercity zwischen Hamm und Dortmund kam es am Montagnachmittag (7. September) zu einen Angriff mit einem Messer. Der Auseinandersetzung ging eine rassistische Beleidigung voraus, berichtet die Bundespolizei.

Demnach wurde die Bundespolizei gegen 17.30 Uhr über eine Körperverletzung im IC informiert, bei der zwei 26-jährige Männer aneinander geraten sein sollen.

Der Grund: In einem lautstarken Telefonat soll ein Gelsenkirchener mehrmals das Wort „Kanake“ benutzt haben.

Mit Klappmesser zugeschlagen

Der andere Mann aus Heidelberg soll sich dadurch beleidigt gefühlt und den Telefonierenden angesprochen haben. Aus der anschließenden Konversation soll es daraufhin zum Handgemenge gekommen sein. Zeugen zufolge soll der Gelsenkirchener ein eingeklapptes Messer gezogen und auf den Mann aus Heidelberg eingeschlagen haben.

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Um sich zu verteidigen habe der Heidelberger den Angreifer daraufhin in einen Sitz gedrückt und das Messer an sich genommen. Dieses stellten Bundespolizisten anschließend sicher.

Durch den Vorfall sei der Heidelberger an der Hand verletzt worden. Gegen den polizeibekannten Gelsenkirchener, der mit 1,34 Promille alkoholisiert war, leitete die Bundespolizei ein Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung und ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

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