So läuft die Stichwahl in Dortmund: Alle Infos für Briefwähler

Kommunalwahl

Bei der Stadt Dortmund laufen die Vorbereitungen für die Oberbürgermeister-Stichwahl auf Hochtouren. Am Donnerstag läuft bereits die Briefwahl an. Dazu gibt es wichtige Hinweise.

Dortmund

, 17.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eingang zum Briefwahlbüro im Rathaus

Das Briefwahlbüro im Rathaus ist ab diesem Donnerstag (17.9.) für die OB-Stichwahl geöffnet. © Oliver Volmerich

Zehntausende Dortmunder bekommen in den nächsten Tagen Post von der Stadt – mit den Briefwahlunterlagen für die Stichwahl um das Oberbürgermeister-Amt am 27. September.

Dabei stehen sich dann Thomas Westphal (SPD) und Dr. Andreas Hollstein (CDU) als Bestplatzierte aus der OB-Wahl am 13. September gegenüber. Weil keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht hat, muss die Stichwahl entscheiden, wer die Nachfolge von OB Ullrich Sierau (SPD) antritt.

Wichtig ist: Neue Wahlbenachrichtigungen werden nicht verschickt. Die Benachrichtigungen, die Mitte August per Post an alle 450.000 Wahlberechtigten versandt wurden, gelten auch für die Stichwahl.

Wer sie nicht mehr hat oder findet, kann aber trotzdem wählen gehen. Dann reicht es, im Wahllokal den Personalausweis vorzulegen. „Es gilt das gleiche Wählerverzeichnis wie bei der Wahl am 13. September“, erklärt Manfred Kruse als Chef der städtischen Bürgerdienste.

Fast alle wollen wieder Briefwahl

Post bekommen aber fast alle, die schon für den 13. September Briefwahl beantragt hatten. Das sind rund 105.000 Wahlberechtigte. Denn „95 bis 98 Prozent“ der Antragssteller, so schätzt Kruse, hätten von vornherein mit angegeben, auch bei der Stichwahl per Brief wählen zu wollen.

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Die Unterlagen mit den frisch gedruckten Stimmzetteln werden ab diesem Donnerstag (17.9.) verschickt. Bis Samstag sollten sie bei allen, die schon frühzeitig Briefwahl für die Stichwahl beantragt hatten, angekommen sein, erklärt der Bürgerdienst-Chef.

Wer Anfang der kommenden Woche noch keine neuen Briefwahl-Unterlagen bekommen hat, wird gebeten, sich im städtischen Wahlbüro unter Tel. 50-10931 zu melden.

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Vor der Kommunalwahl war es zu Problemen gekommen, weil bei einigen Wahlberechtigten, die nachweislich Briefwahl beantragt hatten, keine Unterlagen angekommen waren.

Einige versuchten dann, doch im Wahllokal zu wählen, wurden dort aber wegen des Briefwahl-Vermerks im Wählerverzeichnis abgewiesen. „Deshalb ist es wichtig, sich auf jeden Fall vorher im Wahlbüro zu melden, wenn Unterlagen nicht ankommen“, erklärt Kruse.

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Es ist aber natürlich auch möglich, Briefwahl für die Stichwahl neu zu beantragen, wenn man am 13. September ins Wahllokal oder gar nicht wählen gegangen ist. Das ist auch wieder online unter www.wahlen.dortmund.de möglich.

Angesichts der langen Warteschlangen, die sich vor einigen Wahllokalen am Sonntag gebildet hatten, geht Wahlleiter Norbert Dahmen fest davon aus, dass es noch solche Nachmeldungen geben wird.

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Wichtig ist, dass die ausgefüllten Briefwahlunterlagen wegen des Postwegs möglichst bis zum Mittwoch vor der Stichwahl (23.9.) wieder zurückgeschickt werden.

„So ist sichergestellt, dass keine Stimme verloren geht“, sagt Kruse. Wer will, kann seine Briefwahlunterlagen aber auch noch bis zum Wahltag um 16 Uhr in die Hausbriefkästen des Stadthauses am Südwall oder des Rathauses am Friedensplatz einwerfen.

Wahl im Rathaus wieder möglich

Bis zum 25. September (Freitag vor der Wahl) um 18 Uhr kann man auch wieder direkt im städtischen Briefwahlbüro im Rathaus seine Stimme abgeben. Es ist ab Donnerstag (17.9.) wieder geöffnet.

Die Hoffnung ist, dass die Wahlbeteiligung dann insgesamt höher sein wird, als bei der OB-Stichwahl 2014. Damals gaben nur noch 30,9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Bei der Kommunalwahl am 13. September lag die Beteiligung bei 47 Prozent und damit leicht über dem Wert von 2014 (45 Prozent).

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