Stellplatz-Ärger im Wohnpark Wickede: Anwohner ärgern sich über „Fehlplanung der Stadt“

dzParkplatz-Ärger

Es lebt sich schön im Wohnpark Wickede. Doch ein Problem hat sich in den vergangenen Jahren massiv verstärkt: fehlende Stellplätze. Anwohner werfen der Stadt Fehlplanung vor.

Wickede

, 07.09.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Helmut Kuckert ist ratlos. „Mittlerweile weiß ich einfach nicht mehr, was ich machen soll“, sagt der Rentner. Schon seit vielen Jahren lebt er im Wohnpark Wickede an der Emmerich-Kalman-Straße. Eigentlich fühlt er sich hier wohl, doch es gibt ein großes Problem: die Stellplätze.

Er selbst hat zwar einen festen Parkplatz auf einem Privatgelände nahe seinem Haus. Doch anstatt froh darüber zu sein, kann er sich nur ärgern. Denn das Grundstück, das ihm und 13 weiteren Anwohnern gehört, wird nicht nur von ihnen genutzt.

Grundstück mit Stellplätzen hat keinen Ausgang

Unmittelbar neben Kuckerts Platz befindet sich ein Grundstück mit 23 Stellplätzen. Und dort gibt es ein Problem: Es gibt keinen Ausgang. Auf der einen Seite ist das Grundstück mit zwei Pollern abgegrenzt, daneben befindet sich ein weiteres Privatgrundstück. Wer hier steht, muss zwangsläufig über Kuckerts Platz fahren.

Auf der anderen Seite führt ein breiter Fußweg zum Privatgrundstück von Helmut Kuckert und den anderen Anwohnern und von dort auf die Straße. Für die Stellplatzbesitzer ist das die einzige Möglichkeit, den Platz zu verlassen. Für Helmut Kuckert und die anderen Anwohner ist das eine Katastrophe.

„Eine absolute Fehlplanung der Stadt“

Einen Verantwortlichen für die aktuelle Misere hat der Rentner bereits gefunden. „Das war eine absolute Fehlplanung der Stadt. Die müssen über unser Grundstück auf die Straße fahren, haben quasi keine andere Wahl. Das kann doch nicht sein“, wettert der Rentner.

Man habe überlegt, das eigene Grundstück mit einer Schranke oder ähnlichen Begrenzungen einzuzäunen. Dann wären aber die 23 Stellplätze für ihre Besitzer nicht mehr benutzbar. „Und wir wollen keinen Ärger“, sagt Helmut Kuckert.

Permanenter Durchgangsverkehr hat Konsequenzen

Dabei ist die Konsequenz des permanenten Durchgangsverkehrs: Das Privatgrundstück ist übersät von Schlaglöchern und Unebenheiten, eine Pflasterung wäre dringend nötig. „Aber das sehen wir nicht ein“, sagt Helmut Kuckert. Zumindest nicht, so lange der Durchgangsverkehr schnell für neue Mängel sorgt.

Stattdessen sind die 14 Besitzer des Privatgrundstücks kompromissbereit: „Wir würden den Teil unseres Grundstücks, der vom Durchgangsverkehr genutzt wird, auch an die Stadt verkaufen. Allerdings wollen die das auch nicht.“

Stadt äußert sich verhalten

Die Stadt gibt sich zu der Situation an der Emmerich-Kalman-Straße zurückhaltend. „Der Fall Emmerich-Kalman-Straße ist gerade mitten im Prüfungsprozess. Das Ergebnis muss hier abgewartet werden“, sagt Stadtpressesprecher Christian Schön. Wie lange die Prüfung noch dauert, könne man nicht abschätzen, allerdings sei mit einem Ergebnis frühestens in ein paar Wochen zu rechnen.

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