Felix Tenbieg ist Dortmunds Sprecher der Apothekerkammer. Auch wenn der Start des digitalen Impfausweises etwas holprig war, habe sich die Lage im Laufe des ersten Tages "stabilisiert". © Stephan Schütze (Archiv)
Digitaler Impfnachweis in Dortmund

Start des digitalen Impfpasses: Apotheker hatten Anlaufschwierigkeiten

Seit Montag (14.6.) stellen die Dortmunder Apotheken den digitalen Impfpass aus. Auf diese neue Aufgabe mussten sie sich innerhalb weniger Tage vorbereiten.

Für Dortmunds Apotheker muss der Start in die neue Woche eine neue Herausforderung gewesen sein. Erst am Freitag hatten sie die Anleitung für die Erstellung der digitalen Impfnachweise erhalten. „Das treibt den Blutdruck in die Höhe“, sagt der Apotheker-Verbandssprecher Michale Beckmann.

Software erst am Montagmorgen freigeschaltet

Gleich nach dem Wochenende sollten die Apotheken dann die QR-Codes generieren, damit Corona-Geimpfte ihren Impfnachweis digital auf ihrem Smartphone hinterlegen können.

Doch erst am Montagmorgen konnten sich die Pharmazeuten die Software das erste Mal wirklich anschauen, berichtet der Sprecher der Dortmunder Apothekerkammer, Felix Tenbieg. „Am Morgen lief die Software noch sehr ruckelig“, sagt er.

„Die Website schien überlastet“, meint der Inhaber der Patroklus-Apotheke an der Hagener Straße.

Probelauf mit eigenem Impfausweis

Erst kurz bevor Michael Beckmann am Montagmorgen seine Markt-Apotheke an der Wittbräucker Straße öffnete, schaffte er es, einen ersten Probelauf zu starten. Er nahm seinen Impfausweis, um seinen ersten QR-Code des Tages zu generieren. Den ausgedruckten Code musste er dann einfach mit seinem Smartphone einscannen.

Hinterlegt werden kann der Nachweis aber nur in der neuen CovPass-App, die das Robert-Koch-Institut zur Verfügung stellt oder in der neuesten Version der Corona-Warn-App.

Im Laufe des ersten Tages habe sich das Programm stabilisiert, berichten die Apotheker. Schwierigkeiten könnten womöglich Apotheken gehabt haben, die nicht vorab im „Grundportal“ des Apothekerverbandes registriert gewesen seien, nimmt Michael Beckmann an. Denn das nehme einige Zeit in Anspruch und erst danach könne man die Software für den digitalen Impfpass nutzen.

Gesitteter als bei den Gratismasken

Der Inhaber der Markt-Apotheke in Eving Christian Mantell wirkte am frühen Montagnachmittag gelassen. Inzwischen seien etwa 30 bis 40 Kunden wegen des digitalen Impfnachweises dagewesen.

„Es läuft gesitteter ab als damals bei den Gratismasken“, sagt Christian Mantell. Felix Tenbieg hat den Eindruck, dass Kunden es nicht eilig haben mit dem digitalen Impfpass. Er vermutet, dass viele ihn für den Urlaub nutzen wollen, ihn aber nicht unbedingt sofort benötigen. Übrigens: Der digitale Impfpass ist nur ein Angebot, niemand ist verpflichtet, ihn zu nutzen.

Wer ihn haben will und schon geimpft ist, kann sich bei teilnehmenden Apotheken einen QR-Code je Spritze ausstellen lassen. Die App zeige dann an, ab wann man vollständig geimpft ist. Bei Biontech sei es zum Beispiel so, dass erst 14 Tage nach der zweiten Impfung der Schutz vollständig sei.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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