Starkregen und Hagel: Schwere Sturmschäden im Dortmunder Süden

dzSturm über Dortmund

Ein Unwetter zog Dienstagnachmittag über den Dortmunder Süden. Besonders getroffen hat es die Bezirke Hombruch und Hörde. Die Feuerwehr hatte einen Einsatz nach dem anderen.

Hörde

, 11.08.2020, 18:04 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es sah aus, als ob ein gewaltiger Riese die Wittbräucker Straße entlanggelaufen sei und alle Äste abrasiert hätte. Zwischen der Auffahrt zur B54 und der Einmündung zur Brandisstraße in Richtung Wellinghofen glich die viel befahrene Straße einem Trümmerfeld.

Teilweise räumten die Verkehrsteilnehmer selbst die Äste von der Fahrbahn, um die Straße wieder gefahrlos passieren zu können. Grund waren starker Regen und Sturm.

Dickere Bäume waren zum Glück nicht umgestürzt, aber armdicke Äste hatten den Sturm nicht überstanden und waren auf die Fahrbahn gestürzt.

Armdicke Äste fielen auf einer Strecke von rund einem Kilometer auf die Wittbräucker Straße.

Armdicke Äste fielen auf einer Strecke von rund einem Kilometer auf die Wittbräucker Straße. © Jörg Bauerfeld

Eine Nummer schlimmer sah es dann an der Brandisstraße aus. Hier war ein mächtiger Baum samt Wurzeln auf die Fahrbahn gestürzt, die Feuerwehr musste mit der Kettensäge anrücken und die Straße wieder freischneiden.

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Auf dem Höchsten war mehr als eine Stunde die Zufahrt zum Einkaufszentrum am Pfarrer-Rüter-Weg gesperrt. Hier war eine Birke das Problem: Der Baum war in der Mitte durchgebrochen, wurde lediglich von einem weiteren Baum gehalten und drohte auf die Straße zu stürzen. Die Feuerwehr war mit mehreren Einsatzkräften inklusive Leiterwagen vor Ort und entfernte den angeschlagenen Baum.

Feuerwehreinsatz auf dem Höchsten. Hier drohte eine Birke auf die Zufahrt zum Geschäftszentrum zu stürzen.

Feuerwehreinsatz auf dem Höchsten. Hier drohte eine Birke auf die Zufahrt zum Geschäftszentrum zu stürzen. © Jörg Bauerfeld

Gegen 17.45 Uhr war die Zufahrt zum Einkaufszentrum von der Höchstener Straße aus wieder frei. Laut Feuerwehr war es ein regionales Unwetter über dem Dortmunder Süden, das lediglich eine Stunde gedauert hat.

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Man habe die Wolke gut auf dem Wetterradar verfolgen können, sie sei südlich der B1 hergezogen und habe sich dann relativ schnell aufgelöst, so ein Feuerwehrsprecher.

Mithilfe eines Leiterwagens wurde der Baum "gekappt".

Mithilfe eines Leiterwagens wurde der Baum "gekappt". © Jörg Bauerfeld

Verletzte gab es nach den letzten Informationen der Feuerwehrleitstelle keine, jedoch waren zahlreiche Bäume umgestürzt und auch parkende Autos waren durch herabfallende Äste beschädigt worden. Außerdem liefen in Hombruch und Kirchhörde Keller mit Wasser voll.

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