Stadtteilbibliothek in Scharnhorst nicht mehr wichtig? Die Linke rudert zurück

dzDie Linke

Stadtteilbibliotheken nicht mehr wichtig? Ein Linker sorgte in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Scharnhorst für Aufregung. Nun nimmt seine eigene Partei dazu Stellung.

Scharnhorst

, 21.09.2019, 09:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

Matthias Storkebaum von der Partei Die Linke hatte sich neulich in der Sitzung der Bezirksvertretung Scharnhorst zu der Bemerkung verstiegen, Stadtteilbibliotheken seien in den heutigen digitalen Zeiten nicht mehr so wichtig wie früher.

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Darauf reagiert seine Partei nun: „Die Linke im Rat der Stadt Dortmund unterstützt und würdigt die wichtige Arbeit aller Stadtteilbibliotheken“, sagt Utz Kowalewski, Vorsitzender der Linken im Rat. „Stadtteilbibliotheken sind ein wichtiges kulturelles Angebot für alle Altersgruppen, ganz besonders für Kinder. Aber auch als kostengünstiges oder gar kostenloses Unterhaltungs- und Bildungsangebot für Menschen mit ganz kleinen Einkommen sind diese Einrichtungen unverzichtbar.“

„Freizeitverhalten hat sich verändert“

Und Matthias Storkebaum selbst: „Das Nutzungsverhalten, aber auch das Freizeitverhalten der Menschen hat sich ja tatsächlich geändert. Bücher werden leider immer weniger gelesen. Aber damit möchte ich auf keinen Fall unserer Stadtteilbibliothek die Bedeutung absprechen, die ja nicht nur Bücher verleiht, sondern sogar Tablet-Schulungen anbietet.“

Und weiter: „Genau wie meine Partei bin ich der Meinung, dass dieses kostengünstige oder zum Teil auch kostenlose Bildungsangebot unverzichtbar ist. Und ich freue mich, wenn städtisches Geld für die Attraktivitätssteigerung ausgegeben wird.“

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