Stadt schweigt: Radweg in Dortmund ist nur von einem Radfahrer nutzbar

Radwege

Birgit Coesfeld-Kortumm wünscht sich, dass ein Weg von Grün befreit wird, damit Fußgänger und Radler besser aneinander vorbeikommen. Derzeit ist da keine Begegnung möglich. Die Stadt schweigt.

Kirchlinde, Jungferntal-Rahm

, 21.11.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Birgit Coesfeld-Kortumm (l.) würde sich freuen, wenn auf diesem Weg gleichzeitig zwei Radfahrer aneinander vorbeifahren könnten.

Birgit Coesfeld-Kortumm (l.) würde sich freuen, wenn auf diesem Weg gleichzeitig zwei Radfahrer aneinander vorbeifahren könnten. © Freddy Schneider

Nachdem diese Redaktion über den wohl kuriosesten Bahnübergang Dortmunds berichtet hatte, meldete sich Leserin Birgit Coesfeld-Kortumm aus Kirchlinde bei uns.

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Die passionierte Radfahrerin machte uns auf den Weg aufmerksam, der nur einige Meter hinter diesem Bahnübergang beginnt. Sie nutzt ihn oft, weil er „der schnellste Weg nach Wischlingen“ sei.

Schade sei aber, dass momentan wild wuchernde Brombeeren verhindern, dass zwei Menschen nebeneinander herlaufen oder -fahren oder sich begegnen können.

Derzeit werde viel darüber gesprochen, Radwege in Dortmund auszubauen. Denn Dortmund, so das Hehre Ziel, möchte sich Kopenhagen als Vorbild nehmen und zur echten Fahrradstadt werden.

Auch ein Walker stimmt Birgit Coesfeld-Kortumm zu: Dieser Weg ist leider sehr eng.

Auch ein Walker stimmt Birgit Coesfeld-Kortumm zu: Dieser Weg ist leider sehr eng. © Freddy Schneider

Dabei werde aber vergessen, die „vorhandenen Radwege in den Randbezirken“ zu pflegen, findet Coesfeld-Kortumm.

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Zwar habe wohl der benachbarte Bauer eine Seite des Weges freigeschnitten, was schon helfe. Dennoch reiche das nicht aus, ohne anderen Menschen in die Quere zu kommen.

Darum hat die Kirchlinderin bereits Anfang September die Stadt Dortmund auf den Weg in der Nähe der Straße Zum Steigeturm hingewiesen.

Unsere Redaktion hat am 12. November eine Anfrage an die Stadt gestellt. Ein Pressesprecher hat zugesichert, die Anfrage auf den Weg gebracht zu haben. Eine Rückmeldung steht allerdings noch immer aus.

Ein Weg, wie er Birgit Coesfeld-Kortumm gefällt. Hier stört keine Brombeere. Der Radfahrerin ist aber auch klar, dass nicht alle Wege so schön ausgebaut und freigeschnitten sein können.

Ein Weg, wie er Birgit Coesfeld-Kortumm gefällt: Hier stört keine Brombeere. Der Radfahrerin ist aber auch klar, dass nicht alle Wege so schön ausgebaut und freigeschnitten sein können. © Freddy Schneider

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