Abgesägt statt umgepflanzt: Stadt muss vier Jungbäume für eine Baustelle opfern

dzBaustellen in Dortmund

Anwohner wundern sich: Eigentlich sollten fünf Jungbäume im Zuge einer Baustelle vorübergehend umgepflanzt werden. Stattdessen wurden vier von ihnen abgesägt. Die Stadt nennt die Gründe.

Westrich

, 09.04.2020, 18:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Bauarbeiten an der Bockenfelder Straße konnten schneller als geplant beendet werden. Die Rüttelstrecke im Bereich von Hausnummer 184 ist bereits installiert.

Nicht nur durch den Einbau der Schwellen hat sich der Anblick verändert. Auch fünf Jungbäume fehlen. Und daran wird sich so schnell nichts ändern.

Denn vier der fünf Bäume wurden abgesägt. Eigentlich sollten sie laut Stadt nur vorübergehend umgepflanzt werden, um so den Verkehr halbseitig an der Baustelle vorbeiführen zu können.

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Eine Anwohnerin hatte die Baumstümpfe entdeckt: „Umpflanzen wäre großartig gewesen“, schreibt sie.

Warum das nicht passiert ist, erklärt Stadtsprecher Christian Schön: Vor Ort habe sich herausgestellt, dass nur einer der Bäume in den Melscheder Weg umgepflanzt werden konnte.

Bäume mit einem weinenden Auge abgesägt

„Die anderen Bäume standen schon zu lange an Ort und Stelle. Das Grünflächenamt kam zu dem Urteil, dass diese Bäume an einem neuen Standort nicht neu angehen oder anwachsen würden.“

Den Fachleuten sei nichts anderes übrig geblieben, als die Bäume abzusägen. „Wenn auch mit einem ,weinenden Auge‘“, so Schön.

Die Ausgleichspflanzungen würden ab November 2020 erfolgen. Die Bezirksvertretung habe man informiert.

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