Stadt Dortmund verbietet Querdenker-Demo am Sonntag

Corona-Schutz

Die Stadt Dortmund hat eine für Sonntag (25.4.) geplante Demonstration untersagt. Ein bekannter „Querdenker“ hatte sich angekündigt - die Polizei bleibt trotz des Verbotes vorbereitet.

Dortmund

, 23.04.2021, 13:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine Versammlung der „Querdenker“-Bewegung ist in Dortmund verboten worden.

Eine Versammlung der „Querdenker“-Bewegung ist in Dortmund verboten worden. © Oliver Schaper (Archiv)

Bis zuletzt waren die Pläne vage, die Polizei hat am Freitagmorgen noch mitgeteilt, dass die Kooperationsgespräche mit den Veranstaltern noch liefen. Am Mittag hat die Stadt Dortmund dann informiert, dass man eine für Sonntag (25.4.) geplante Demonstration untersagt habe.

Aus Gründen des Infektionsschutzes ist die Veranstaltung der „Querdenker“-Bewegung nicht erlaubt worden. Bereits Ende März hatte die Polizei eine Kundgebung der Gruppe „Querdenken 231“ am Hoeschpark verboten. Weil es in anderen Städten zu Ausschreitungen kam, war damals von „Unzuverlässigkeiten des Anmelders“ die Rede.

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In einer Telegram-Gruppe kursierten jetzt Flyer zu einer Veranstaltung auf dem Hansaplatz und einer auf dem Friedensplatz. Am Freitagmittag waren die Bilder als „behördlich untersagt“ gekennzeichnet. Abgebildet ist auf der Ankündigung unter anderem Artur Helios, „Der Mann mit dem Koffer“, der bei einer Veranstaltung im Oktober den Hitlergruß gezeigt hatte.

Polizei bereitet sich trotzdem auf Demo-Geschehen vor

Zum Verbot heißt es in einer Pressemitteilung: „Die Dortmunder Polizei kann jedoch nicht ausschließen, dass sich Ansammlungen bilden. Diese sind durch die Stadt Dortmund verboten und werden mit Unterstützung der Polizei Dortmund am Sonntag entschieden aufgelöst.“

Zuletzt hatte es bei „Querdenken“-Demos auch körperliche Angriffe auf Medienvertreter gegeben. „Wer aus einer Versammlung heraus Journalistinnen und Journalisten angreift, will die Demokratie beschädigen“, sagt Polizeipräsident Gregor Lange dazu. Solche Übergriffe würden in Dortmund „rigoros verfolgt und geahndet“.

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Einsatzleiter Udo Tönjann sagt: „Wir werden verbotenen Ansammlungen entschieden entgegentreten, denn es besteht im Moment eine erhöhte und nicht hinnehmbare Infektionsgefahr.“ Er betont, dass man sich mitten in der dritten Corona-Welle befinde: „Beim Infektionsschutz darf es derzeit keine Kompromisse geben.“

Sieben Wochen lang haben die Gegner von Impfungen und Corona-Schutzmaßnahmen zuletzt mit abendlichen Auto-Demonstrationen in Dortmund Aufmerksamkeit gesucht. In der Regel waren 30 bis 50 Fahrzeuge im Korso unterwegs. Strafverfahren sind eingeleitet worden, unter anderem nachdem es zu einer Schlägerei mit einem Baseballschläger gekommen war.

Hier ist unser erster Text zu den Plänen für Sonntag zu finden:

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