Stadion Rote Erde, Hauptfriedhof, Volkspark: Architekt Hans Strobel prägte Dortmunds Bild

Grabsteine erzählen Geschichten

In loser Folge stellen wir bekannte Personen der Dortmunder Geschichte anhand ihrer Gräber vor. Heute geht es um Hans Strobel. Er hat Dortmunds Bild nachhaltig geprägt.

von Tobias Weskamp

Brackel

, 31.05.2019 / Lesedauer: 2 min
Stadion Rote Erde, Hauptfriedhof, Volkspark: Architekt Hans Strobel prägte Dortmunds Bild

Das Grab von Hans Strobel liegt etwas versteckt. © Tobias Weskamp

Der Architekt und Stadtplaner Hans Strobel, der am 26. Februar 1881 in Weiden in der Oberpfalz geboren wurde, arbeitete unter anderem in Bremen und Leipzig. 1914 kam er nach Dortmund, zunächst als Magistratsbaurat für Hochbau und Baupolizei, später als freiberuflicher Architekt. Unter ihm als Stadtbaurat in Dortmund initiierte und durchgeführte Bauprojekte sind das Volksbad, das Stadion Rote Erde, der Hauptfriedhof, der Volkspark sowie die Westfalenhalle.

1912 bekam Strobel den Königlich Sächsischen Staatspreis. Das Ehrenmitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung starb am 6. Februar 1953 in Dortmund und ist auf dem Hauptfriedhof begraben. Sein Grab ist etwas versteckt, wird aber als Ehrengrab gepflegt.

Strobelallee ist nach dem Architekten benannt

Neben seinen Gebäuden ist Strobel auch auf andere Art und Weise in Dortmund verewigt: Die Strobelallee ist nach ihm benannt. Nach seinen Plänen entstanden dort in den 1920ern im Rahmen des Volksparks unter anderem die Westfalenhalle, die Kampfbahn Rote Erde, das Freibad Volkspark, die Rosenterrassen und das Theodor-Fliedner-Altenheim, die auch noch erhalten sind.

Weite Teile des Volksparks mussten aber dem Neubau der Westfalenhallen 2 bis 8 und dem Westfalenstadion weichen. Die Westfalenhalle wurde zwar 1952 neu erbaut, steht aber exakt an der gleichen Stelle.

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