St. Reinoldi ist zum Kirchentag keine Baustelle mehr - St. Petri schon

dzStadtkirchen

Es ist eine Punktlandung: Nach elf Jahren ist die Sanierung der Reinoldikirche beendet - pünktlich zum Evangelischen Kirchentag. An der Petrikirche gibt es aber weiter Verzögerungen.

Dortmund

, 17.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Es ist nur eine kleine Plakette, aber sie ist gewissermaßen der Schlussstein für ein wahres Mammutprojekt. 2008 hat die umfassende Sanierung der Reinoldikirche begonnen, jetzt ist sie offiziell abgeschlossen.

St. Reinoldi ist zum Kirchentag keine Baustelle mehr - St. Petri schon

Vertreter der Deutschen Stiftung Denkmalschutz überreichten die Plakette zur Sanierungsförderung an Reinoldi-Pfarrer Michael Küstermann (3.v.r.), Superintendentin Heike Proske (2.v.r.) und Architektin Susanne Kideys (r.). © Oliver Volmerich

Die kleine Plakette, die an der Nordecke des Chorraums angebracht werden soll, erinnert an die Förderung des letzten Sanierungsabschnitts an der evangelischen Stadtkirche durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. 260.000 Euro hat die Stiftung, zum Teil aus Erlösen der Glücksspirale, für die Arbeiten zur Verfügung gestellt.

Förderung durch Denkmal-Stiftung

Die fielen am Chorraum umfassender aus als ursprünglich geplant. Denn das Maßwerk, also die Einfassung des Kirchenfensters, war so marode, dass es komplett erneuert werden musste. Die Gesamtkosten für die Sanierung des Chorraums stiegen so auf 1,6 Millionen Euro.

Ein wichtiger Beitrag dazu war die Förderung durch den Denkmalschutz-Stiftung. „Das Engagement der Stiftung macht deutlich, welche historische Bedeutung die Kirchen, besonders aber St. Reinoldi für die Stadt haben“, stellte Superintendentin Heike Proske bei der Übergabe der Plakette durch Karin Lehmann von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz fest.

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Insgesamt haben die Restaurierungsarbeiten an St. Reinoldi, die 2008 mit der Turmsanierung begannen, gut 4,6 Millionen Euro gekostet. Jetzt ist die Aktion „Rettet Reinoldi“, mit der über die Jahre viel Geld gesammelt wurde, beendet. „Es ist alles fertig geworden. Wir können den Kirchentag an der Reinoldikirche ohne Baustelle feiern“, verkündete Kirchenkreis-Architektin Susanne Kideys.

Gerüst an Petrikirche verschwindet Stück für Stück

Das wird an der Petrikirche am Westenhellweg nicht ganz gelingen. Auch dort musste der Turm umfassend saniert werden, weil das Mauerwerk bröckelte. Der Umfang der rund 1,2 Millionen Euro teuren Arbeiten und auch das Wetter sorgten dafür, dass sich der Abschluss verzögerte.

St. Reinoldi ist zum Kirchentag keine Baustelle mehr - St. Petri schon

Das Gerüst am Turm der Petrikirche wird nach und nach abgebaut. Ganz wird es bis zum Kirchentag aber nicht verschwunden sein. © Oliver Volmerich

Nur nach und nach kann das Gerüst nun abgebaut werden. Zweidrittel des Gerüsts werden bis zum Kirchentag verschwunden sein, kündigt Susanne Kideys an. Komplett frei wird der Turm dann erst zwei Wochen nach dem Kirchentag sein.

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Aber auch in St. Reinoldi muss weiter investiert werden. Die nächste große Baumaßnahme ist der Bau einer neuen Orgel. Die Kosten werden aktuell auf mindestens 2,3 Milliionen Euro beziffert. Die Arbeiten sollen nach dem Kirchentag beginnen und möglichst bis Ende des Jahres 2020 beendet sein. „Dann haben wir zwölf Jahre Sanierungsarbeiten hinter uns“, stellt Reinoldi-Pfarrer Michael Küstermann fest.

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