Sprit aus der Bierflasche

KEMMINGHAUSEN Leicht angesäuselt im Walzertakt nach Hause: Glücklicherweise ist diese "Trunkenheitsfahrt" verjährt: Gerd Fährmann (70) erinnert sich schmunzelnd an die guten alten Zeiten mit seiner BWW Isetta.

18.07.2008, 16:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Gerd Fährmann in seiner heiß geliebten Isetta. privat</p>

<p>Gerd Fährmann in seiner heiß geliebten Isetta. privat</p>

1959 hat er den kleinen geliebten Knubbel gebraucht gekauft. "Und ich trauere ihm heute noch nach", sagt der aktive Senior wehmütig.

"Als Reservekanister hatte ich immer eine Bierflasche mit Sprit dabei, das hat gerreicht", erzählt der Friedhofsgärtner von der Brechtener Straße.

Beinahe wäre sein erstes Auto sogar mal ausgebrannt. "Ich saß im Kino und hörte plötzlich die Durchsage, dass ein Wagen brennen würde."

Was war geschehen? Gerd Fährmann hatte die Batterie der Isetta aufgeladen und vergessen, den Deckel wieder draufzumachen. "Die Batterie war unter dem Fahrersitz, und die Federn hatten Kontakt bekommen. Da hat es kräftig gequalmt."

Im Fahrersitz klaffte danach ein 30 Zentimeter großes Loch. Fährmann ließ den Sitz aufpolstern. "Das dauerte einige Wochen, in der Zwischenzeit habe ich mich auf einer Fußbank in mein Gefährt gesetzt. Schließlich wollte ich mobil bleiben."

Ein kleines Modell erinnert Gerd Fährmann an die wilden Zeiten. "Ich würde mir aber gerne noch eine alte Isetta kaufen, die ich dann in die Garage stellen würde. Ich weiß nur nicht, wo ich sie herbekommen soll. Vielleicht klappt das ja noch mal. Bis dahin muss das hellblaue Modell reichen." Petra Frommeyer

<p>Mensch, waren das noch Zeiten: Gerd Fährmann erinnert sich gerne an sein erstes Auto. Frommeyer</p>

<p>Mensch, waren das noch Zeiten: Gerd Fährmann erinnert sich gerne an sein erstes Auto. Frommeyer</p>

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