Neue Brückenträger schwebten über der gesperrten Bundesstraße 1 ein

dzB1-Ausbau in Dortmund

Es ist vollbracht: Am Wochenende sind an der B1-Abfahrt Sölde fünf Stahlträger für eine neue Brücke montiert worden. Die Bundesstraße 1 war dafür ab Samstagabend voll gesperrt worden.

Dortmund

, 07.04.2019, 13:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war eine ungewöhnliche Szenerie: Mit Scheinwerfern waren die Brücke Buddenacker und die darunter liegende B1 die ganze Nacht über taghell beleuchtet. Die B1 selbst war autofrei. Statt des Autolärms hörte man nur brummende Dieselmotoren und metallische Hammerschläge.

Das heißt: Ganz autofrei war die B1 nicht. Auf beiden Richtungsfahrbahnen wurden am Samstagabend zwei große Kranwagen rangiert. Sie hatten in der Nacht die wichtigste Aufgabe zu erfüllen: Sie mussten mit ihren Auslegern 60 Meter lange Stahlträger an die richtige Stelle hieven. Sie bilden die Unterkonstruktion einer neuen Brücke, die zwischen Aplerbeck und Neuasseln freitragend die B1 überspannt.

Breitere Brücken für ausgebaute B1

Der Grund für die Mühen: Die bisherige Brücke bietet nicht genug Durchlass. Denn die Bundesstraße 1 wird im Dortmunder Osten zwischen der B236 an der Stadtkrone-Ost und dem Autobahnkreuz Dortmund-Unna auf sechs Spuren ausgebaut. Dafür sind dann auch breitere Brücken nötig.

Neue Brückenträger schwebten über der gesperrten Bundesstraße 1 ein

Mit Schwertransportern waren die Brückenteile angeliefert worden. © Oliver Schaper

Zwölf sind es insgesamt, die im Zuge des Ausbaus ersetzt oder erneuert werden. Die Brücke am Buddenacker macht den Anfang für den gesamten Ausbau.

Im August war hier der erste Spatenstich für die neue Trasse über die B1 gesetzt worden. Inzwischen stehen die Betonsockel der Widerlager - auf die in der Nacht zu Sonntag nun die fünf gut 60 Meter langen Träger für die neue Brückenkonstruktion gehievt wurden. Im Laufe des Tages waren schon die Schwertransporte mit den in Polen gefertigten Brückenteilen angerollt.

Vollsperrung der Bundesstraße

Um 20 Uhr wurde die B1 zwischen Aplerbeck und Holzwickede dann gesperrt, um mit den Vorbereitungen für die Montage beginnen zu können. Dazu gehörte auch, die Oberleitungen von Netzbetreiber Westnetz, die direkt neben der Brücke über die B1 verlaufen abzuschalten, erklärte Dennis Midden vom beauftragten Ingenieurbüro Eberhardt. Denn sie durften natürlich nicht mit den langen Kranauslegern ins Gehege kommen.

Neue Brückenträger schwebten über der gesperrten Bundesstraße 1 ein

Am Sonntagvormittag waren die fünf Stahlträger der neuen B1-Brücke eingesetzt. © Oliver Volmerich

Nach Mitternacht wurden nach und nach die fünf Stahlträger parallel angehoben und auf die Widerlager gesetzt. Wie geplant konnte dann am Vormittag mit den Schalarbeiten begonnen werden, die bis Montagmorgen dauern sollten. Eine Hilfsstütze zwischen den B1-Fahrbahnen wird später wieder abgebaut, wenn die neue Brücke betoniert ist, erklärt Midden.

Alte Brücke wird abgerissen

Das wird dann zunächst wieder bei fließendem Verkehr auf der B1 laufen. Eine Vollsperrung ist dann später noch einmal nötig, wenn die alte Brücke abgerissen wird. Angekündigt ist die nächste Vollsperrung vom Abend des 4. bis zum Morgen des 6. Mai.

Der eigentliche Ausbau der B1 mit Erweiterung in Richtung Norden startet im ersten sechs Kilometer langen Abschnitt zwischen Marsbruchstraße und Abfahrt Holzwickede voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2019. Die Bauarbeiten werden dann etwa drei Jahre - also bis 2023 - dauern.

Vollsperrung


Staus auf den Umleitungsstrecken

  • Die Vollsperrung der B1 sorgte vor allem am Sonntag zeitweise für Staus auf den Umleitungsstrecke zwischen Holzwickede und Aplerbeck.
  • Verantwortlich für den B1-Ausbau ist die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES).
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