SPD in Brackel erinnert an die Opfer der Judenverfolgung

Gedenkveranstaltung

Die Mitglieder der SPD in Brackel haben den Opfern der Judenverfolgung zur Zeit des Nationalsozialismus gedacht und Blumen am Mahnmal im Stadtbezirk abgelegt.

Brackel

, 09.03.2021, 18:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Gedenken an die Opfer der Judenverfolgung legten Mitglieder der SPD Brackel einen Trauerkranz am Mahnmal in Brackel ab.

Im Gedenken an die Opfer der Judenverfolgung legten Mitglieder der SPD Brackel einen Trauerkranz am Mahnmal in Brackel ab. © SPD Brackel

Der besonderen Situation durch die Corona-Pandemie geschuldet, gedachte die SPD-Brackel an 1. März ohne Beteiligung der Öffentlichkeit an die Verschleppung und Ermordung jüdischer Mitbürger im Jahr 1943.

Seit 1942 wurden Menschen jüdischen Glaubens in Deportationsaktionen nach Osteuropa verschleppt, wo sie sich im Straßenbau zu Tode arbeiten mussten, bei Gewaltmärschen zusammenbrachen, in Massenexekutionen getötet wurden.

Eine große Aktionen dieser Art fand am 1. März 1943 im Stadtbezirk Brackel statt.

Unweit von dem Mahnmal auf dem Edeka-Vorplatz (Brackeler Hellweg 137) wurden jüdische Männer, Frauen und Kinder aus dem ganzen Regierungsbezirk Arnsberg gesammelt, zum Südbahnhof gebracht und dort in Züge verladen, die Richtung Osten fuhren.

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Deportiert in Vernichtungslager

Bei den am 1. März 1943 Deportierten wird vermutet, dass sie direkt ins Vernichtungslager Auschwitz gebracht wurden.

Aktionen solchen Umfangs bedurften Helfer für die Organisation und Durchführung und konnten nicht unbemerkt in die Tat umgesetzt werden.

Trotzdem wurden sie nach dem Krieg aus der Erinnerung verdrängt oder geleugnet und die Helfer blieben straffrei.

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