Sowjetische Streifenwagen und Parteikader-Limousinen parkten vor der Reinoldikirche

2. Autoklassika

Die Kampstraße ist am Samstagnachmittag fest in kommunistischer Hand gewesen - zumindest in Sachen Autos. Bei der 2. Autoklassika parkten Dutzende Sowjet-Fahrzeuge vor der Reinoldikirche.

Dortmund

, 22.04.2019 / Lesedauer: 2 min
Sowjetische Streifenwagen und Parteikader-Limousinen parkten vor der Reinoldikirche

Eugen Gepting kam aus Karlsruhe ist mit einem Lada 21/ 011, Baujahr 1989, der zur Russischen Straßenpatrouille umgebaut wurde. © Oliver Schaper

Rund 60 Autos und über 15 Motorräder aus der ehemaligen Sowjetunion standen am Samstagnachmittag dicht an dicht im Schatten der Reinoldikirche. Zum zweiten Mal hatte der Oldtimerclub Autoklassika eine Autoshow in Dortmund organisiert.

Hunderte Schaulustige bestaunten die oft liebevoll restaurierten Oldtimer. Etwa Eugen Geptings Lada, den der Karlsruher nach der Art eines sowjetischen Streifenwagens umgebaut hat. Einige Autos weiter war auch der bullige LKW vom Typ ZIL 130 ein Hingucker. Das Arbeitsfahrzeug war in Sowjetzeiten häufig auf Kolchosen im Einsatz.

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Die 2. Dortmunder Autoklassika stand im Zeichen sowjetischer Oldtimer

Bei der zweiten Autoklassika in Dortmund standen am Samstag an der Rheinoldikirche speziell Autos aus der ehemaligen Sowjetunion im Fokus. Hinter jedem liebevoll gepflegten "Schätzchen" verbarg sich ein Stück Geschichte, was nicht nur die technikbegeisterten Besucher faszinierte.
20.04.2019
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Eduard Ewert kommt aus Alfeld bei Hannover. Er betreibt seit 14 Jahren sein Hobby. Mittlerweile hat er 31 Motorräder, die er alle selber restauriert hat. Die Maschine ist eine M 72. Es ist ein Nachbau einer BMW R 71.© Oliver Schaper
Bei sonnigem Wetter mit Temperaturen von über 24 Grad kamen viele Autobegeisterte zur Oldtimershow.© Oliver Schaper
Bei sonnigem Wetter mit Temperaturen von über 24 Grad kamen viele Autobegeisterte zur Oldtimershow.© Oliver Schaper
Bei sonnigem Wetter mit Temperaturen von über 24 Grad kamen viele Autobegeisterte zur Oldtimershow.© Oliver Schaper
Bei der zweiten Autoklassika ging es vor allem um alte Sowjet-Autos.© Oliver Schaper
Eugen Gepting kam aus Karlsruhe mit einen Lada 21/ 011 Baujahr 1989 nach Dortmund. Es hat ihn zu einem Wagen der Russischen Straßenpatrouille umgebaut.© Oliver Schaper
Eugen Gepting kam aus Karlsruhe mit einen Lada 21/ 011 Baujahr 1989 nach Dortmund. Es hat ihn zu einem Wagen der Russischen Straßenpatrouille umgebaut.© Oliver Schaper
Bei sonnigen Wetter mit Temperaturen von über 24 Grad kamen viele Autobegeisterte zur Oldtimershow.© Oliver Schaper
Alexander Maurer ist extra aus Ratingen angereist. Da seine Familie seinerzeit so einen Wagen hatten, hängen eine Menge Erinnerungen an diesem Modell GAZ Wolga M 21 Baujahr 1965 mit 75 KW.© Oliver Schaper
Bei der zweiten Autoklassika ging es vor allem um alte Sowjet-Autos.© Oliver Schaper
Dieser kleine grüne Flitzer (ein 53 D Baujahr 1990 mit 16 PS) lockte viele Schaulustige an.© Oliver Schaper
Bei sonnigem Wetter mit Temperaturen von über 24 Grad kamen viele Autobegeisterte zur Oldtimershow.© Oliver Schaper
Bei sonnigem Wetter mit Temperaturen von über 24 Grad kamen viele Autobegeisterte zur Oldtimershow.© Oliver Schaper
Torsten Jechoreck mit seinen GAZ 69 Baujahr 1964. Das Auto wurde von den NVA Grenztruppen gefahren. Jechoreck betreibt sein Auto-Hobby seit 2014.© Oliver Schaper
Willi Anhalt kam extra aus Nürnberg zum Treffen. Er betreibt sein Hobby seit circa 5 Jahren. Das Fahrzeug ist ein GAZ Modell 31-02 und wurde als Regierungsfahrzeug eingesetzt.© Oliver Schaper
Bei sonnigem Wetter mit Temperaturen von über 24 Grad kamen viele Autobegeisterte zur Oldtimershow.© Oliver Schaper
Die kleine Christina durfte auch mal hinter das Steuer eines GAZ 69 Baujahr 1964© Oliver Schaper

„Kalaschnikows auf vier Rädern“

Die Konzentration auf sowjetische Fahrzeuge bei der Autoklassika ist kein Zufall: Die Mitglieder des bundesweit organisierten Vereins stammen größtenteils aus der ehemaligen Sowjetunion. „Viele haben sich die Autos, die sie sich früher nicht leisten konnten, eben jetzt gekauft“, sagt Mitorganisator Andreas Saik. So standen auf der Kampstraße auch restaurierte Luxus-Limousinen, wie sie einst von Parteikadern gefahren wurden.

Saik schätzt an den sowjetischen Autos ihre „Einfachheit und Zuverlässigkeit“. Elektronik fehle komplett. „Die haben zwei Drähte, Plus und Minus, fertig. Das sind eigentlich Kalaschnikows auf vier Rädern.“

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