Wie gut präsentiert sich Dortmund in sozialen Medien?

dzInstagram, Twitter & Co.

In einem Social-Media-Ranking wurden die Stadtportale der 20 größten deutschen Städte in Deutschland miteinander verglichen. Dortmund lässt dabei nicht nur Düsseldorf alt aussehen.

Dortmund

, 06.09.2020, 05:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer in eine unbekannte Stadt in den Urlaub fährt, checkt häufig vorher die prominenten Instagram-Kanäle der Stadt ab. Was sind die schönsten Ecken? Wo befinden sich die geheimen Spots der Einheimischen? Wo nehme ich das Foto auf, das alle meine Instagram-Follower neidisch macht?

Aber nicht nur Instagram eignet sich, um sich über Städte zu informieren. Auch andere soziale Medien wie Twitter und Facebook werden häufig von den Städten zur schnellen Informationsverbreitung für Touristen und Einheimische genutzt.

Dortmund im Städte-Ranking ganz weit oben

Die Online-Marketing-Agentur Sendinblue hat untersucht, wie aktiv die 20 größten Städte in Deutschland auf den sozialen Plattformen sind. Dafür wurden die Zahlen der Abonnenten der jeweiligen Stadtportale auf Facebook, Instagram, Twitter und YouTube ermittelt und miteinander verglichen.

Dortmund landet mit insgesamt 162.000 Abonnenten (Stand 19.8.) auf allen vier Plattformen im Städteranking auf Platz 6 von 20. Damit ist Dortmund im Netz beliebter als zum Beispiel Düsseldorf, Stuttgart oder Leipzig.

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„Zu einer modernen Stadtverwaltung gehört heute neben einer aktuellen Webseite auch ein aktives Social-Media-Angebot“, sagt Maximilian Löchter, Pressesprecher der Stadt Dortmund. Die Stadt Dortmund ist unter anderem auf Facebook, Instagram, Twitter und YouTube vertreten.

Ergänzend zum Internet-Stadtportal dortmund.de haben diese sich in den vergangenen Jahren „zu reichweitenstarken Medienkanälen der Stadt Dortmund entwickelt“, sagt Löchter. Betreut wird das Social-Media-Angebot von der städtischen Dortmund-Agentur.

Schnelle Informationsweitergabe über Twitter

Genutzt werden die Kanäle im Netz zur Informationsverbreitung über kommunale Aktivitäten und Produkte. Auch angesichts der aktuellen Corona-Pandemie und sich immer schneller ändernden Informationslagen, ist die Informationsvermittlung über Social Media wichtig, um die Dortmunder zu erreichen. So twittert die Stadt jeden Tag gegen 17 Uhr die neuen positiven Corona-Testergebnisse.

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Auf Twitter hat die Stadt Dortmund mit 94.000 die meisten Follower unter den vier Plattformen. „Bei Twitter erreichen wir aufgrund der sehr frühen aktiven Beteiligung eine hohe Reichweite“, sagt Löchter. Es folgt der Instagram-Account der Stadt. „Bei Instagram setzen wir bei der Content-Auswahl sehr auf eine junge Zielgruppe“, sagt Löchter. Die Nutzer sind hier meist unter 30 Jahre alt.

Stadt Dortmund legt Schwerpunkt auf YouTube

Ein aktueller Schwerpunkt wird auf YouTube gelegt. „Wir wollen mehr im Bereich Bewegtbild machen“, sagt Soeren Spoo, Verantwortlicher für Social Media in der Stadtverwaltung. „Andere Kommunen sind da noch nicht so weit wie Dortmund.“ Seit Anfang des Jahres produziert die Stadt Dortmund regelmäßig eigene Videos auf Youtube.

Was die Häufigkeit der Social-Media-Posts angeht, ist Dortmund sogar auf Platz 2 des Städte-Rankings gelandet. Lediglich Berlin postet noch mehr als die Stadt Dortmund. Dabei legt Spoo einen höheren Wert auf die Qualität als auf die Quantität. „Wenn wir keinen coolen Content haben, dann posten wir auch nicht“, sagt er.

Keine Tik Toks aus der Stadtverwaltung

Tik Tok ist die derzeit am schnellsten wachsende Social-Media-Plattform. Wird die Stadt Dortmund auch hier bald mit einem eigenen Kanal vertreten sein? „Nein“, sagt Stadtsprecher Löchter. „Im Fall von Tik Tok sehen wir derzeit keinerlei Anwendungsmöglichkeit für unsere Themen.“

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