So wirken Sperrungen und Halteverbot zur Mega-Evakuierung im Klinikviertel

Blindgänger-Entschärfung

Die Evakuierung wegen Blindgänger-Alarms am Sonntag wird spürbar: Seit Freitag ist die Beurhausstraße gesperrt, an vielen Straßen im Klinikviertel gilt Halteverbot. Und das zeigt Wirkung.

Dortmund

, 10.01.2020, 18:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
So wirken Sperrungen und Halteverbot zur Mega-Evakuierung im Klinikviertel

Schon kurz nach Inkrafttreten des Halteverbots war die Johannesstraße fast autofrei. © Oliver Volmerich

Normalerweise sind die Stellplätze für Pkw an den Straßen des Klinikviertels knapp. Am Freitagnachmittag gab es reichlich davon. Doch die dürfen offiziell nicht mehr genutzt werden. Denn bis einschließlich Montag gilt an vielen Straßen rund um die Kliniken ein absolutes Halteverbot. Außerdem wurden neue Einbahnstraßen-Regelungen geschaffen. Die führen dazu, dass die Beurhausstraße die einzige größere Zufahrt ins Viertel. Und die ist für den Durchfahrtsverkehr inzwischen gesperrt.

Evakuierung der Krankenhäuser

Der Hintergrund: Am Samstag wird viel Platz für den Abtransport von rund 120 Patientinnen und Patienten aus der Kinderklinik und dem Johannes-Hospital benötigt. Sie werden wegen der geplanten Bombenentschärfungen am Sonntag aus Sicherheitsgründen in andere Krankenhäuser in Dortmund und Lünen gebracht. Anschließend werden an einigen Stellen Container aufgebaut, die als Schutzwände dienen sollen.

So wirken Sperrungen und Halteverbot zur Mega-Evakuierung im Klinikviertel

In diesem Bereich gelten Halteverbote und Einbahnstraßen-Regelungen. © Stadt Dortmund

Die Halteverbote ab Freitag um 16 Uhr waren in den vergangenen Tagen ausgeschildert worden - und wurden schon kurz nach Inkraftreten erstaunlich gut beachtet. Die Johannesstraße vor dem Johannes-Hospital war schon fast autofrei, an der Beurhausstraße vor dem Klinikum war nur noch etwa jeder dritte Parkplatz belegt.

Das städtische Ordnungsamt unternahm schon erste Kontrollen, berichtete Stadtsprecher Maximilian Löchter. Abschleppwagen rollten am Freitag aber noch nicht an.

Am Samstag wird abgeschleppt

Das wird sich aber ändern, wenn Autos am Samstagmorgen noch in den ausgeschilderten Halteverbots-Bereichen stehen. Dann wird tatsächlich abgeschleppt.

Die Stadt hat als Alternative für die wegfallenden Stellplätze in Klinikviertel den Parkplatz am Fredenbaumplatz an der Eberstraße angeboten. Doch das wird offensichtlich nicht angenommen. Am Freitagnachmittag und -abend herrschte hier noch gähnende Leere. Viele Anwohner sind mit ihren Autos wohl eher in andere, näherliegende Innenstadt-Viertel ausgewichen.

So wirken Sperrungen und Halteverbot zur Mega-Evakuierung im Klinikviertel

Freitag, 17 Uhr: Der "Ersatz-Parkplatz" an der Eberstraße ist menschenleer und autofrei. © Oliver Volmerich

Die Zufahrt in die Beurhausstraße, die an der Einfahrt Hohe Straße kontrolliert wird, ist nur noch frei für Dienst- und Rettungsfahrzeuge sowie Pflegepersonal der Krankenhäusesr mit Dienstausweis. Auch private Stellplätze an den betroffenen Straßen im Klinikviertel können weiter angefahren werden - bis Sonntagmorgen. Denn ab 8 Uhr müssen Anwohner den Evakuierungsbereich verlassen. Dann sind alle Straßen gesperrt.

Durchfahrtsverbot, Halteverbote und Einbahnstraßen-Regelungen gelten bis Montagabend (13.1.). Denn am Montag findet noch der Rücktransport der Patienten in die Kinderklinik und ins Johannes-Hospital statt.

Hier gelten die Halteverbote:

  • in der Beurhausstraße auf der gesamten Länge
  • in der Alexanderstraße auf der gesamten Länge
  • in der Humboldtstraße von der Beurhausstraße bis Lange Straße
  • in der Josephstraße von Hiltropwall bis Humboldtstraße
  • in der Amalienstraße von Wilhelmstraße bis Langestraße
  • in der Wilhelmstraße von Beurhausstraße bis Humboldtstraße
  • in der Johannestraße von Hiltropwall bis Beurhausstraße.
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