Der Westenhellweg am zweiten Adventssamstag gegen 15.15: Polizei und Ordnungsamt zeigen verstärkt Präsenz auf Dortmunds Einkaufsmeile. © Thomas Thiel
Einzelhandel in Corona-Zeiten

So voll war der Westenhellweg am zweiten Adventssamstag

Nach dem Besucheransturm am Black Friday fragten sich viele Dortmunder: Wie ist die Lage auf dem Westenhellweg am zweiten Adventssamstag? Wir haben uns umgesehen.

Die Stadt war vorbereitet: Wer am Samstagnachmittag über den Westenhellweg flanierte, dem fielen an den großen Zugängen rund um die Petrikirche oder an der Hansastraße aufstellbereite Absperrschranken auf.

Sie waren für den Fall vorgesehen, dass zu viele Menschen gleichzeitig auf Westenhellweg unterwegs sind – dann hätte das Ordnungsamt Dortmunds Einkaufsmeile aus Coronaschutz-Gründen abgesperrt. So hatte es die Stadt unter der Woche angekündigt.

Zuvor war der Westenhellweg am vom Handel ausgerufenen Schnäppchentag „Black Friday“ am 27. November derart voll gewesen, das Abstand halten kaum noch möglich gewesen war.

Am Adventssamstag gab es dafür aber keine Notwendigkeit: Der Westenhellweg war zwar voll, aber bei weitem nicht überfüllt: Knapp 5500 Passanten zählte das Einzelhandels-Datenportal Hystreet zwischen 13 und 14 Uhr im Herzen der Einkaufsstraße – das waren rund 15 Prozent weniger als an einem durchschnittlichen Samstag um diese Zeit.

Vergleicht man die Passantenfrequenz mit dem zweiten Adventssamstag vor einem Jahr, waren die Zahlen sogar noch niedriger: Damals, am 7. Dezember 2019, drängten sich zwischen 13 und 14 Uhr über 10.500 Menschen über die Einkaufsmeile.

Unser Zeitraffer-Video zeigt den Passantenstrom auf dem Westenhellweg gegen 15 Uhr:

Im weiteren Verlauf des Nachmittags wurde es noch etwas voller auf dem Westenhellweg. Zwischen 14 und 15 Uhr flanierten laut Hystreet über 6400 Menschen durch die Fußgängerzone – das waren 92 Prozent eines durchschnittlichen Samstags in der Vor-Corona-Zeit. Zwischen 16 und 17 Uhr waren es dann etwas mehr als 6900 Passanten – die höchste Zahl des Tages.

Ordnungsamt und Polizei zeigten den Nachmittag verstärkt Präsenz entlang des Westenhellwegs. Von einer Sperrung sei man aber noch weit entfernt, hörte man am Nachmittag von Einsatzkräften vor Ort. Der Westenhellweg sei voll, aber nicht übervoll, sagte die Polizei-Leitstelle gegen 17.30 Uhr unserer Redaktion.

So blieben an diesem Samstag die Zugangsbeschränkungen den Geschäfte das einzige Hindernis für die Einkaufswilligen. Da die aktuelle Coronaschutz-Verordnung nur einen Kunden pro 10 Quadratmeter und in Geschäften mit über 800 Quadratmetern Verkaufsfläche sogar nur pro 20 Quadratmetern vorsieht, bildeten sich vor einigen Läden teils lange Schlangen.

In einer früheren Version dieses Artikels stand, dass auf dem Westenhellweg zwischen 13 und 14 Uhr rund 50 Prozent weniger Passanten als normal unterwegs gewesen seien. Tatsächlich lag das Minus bei lediglich 15 Prozent. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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Redaktion Dortmund
1984 geboren, schreibe ich mich seit 2009 durch die verschiedenen Redaktionen von Lensing Media. Seit 2013 bin ich in der Lokalredaktion Dortmund, was meiner Vorliebe zu Schwarzgelb entgegenkommt. Daneben pflege ich meine Schwächen für Stadtgeschichte (einmal Historiker, immer Historiker), schöne Texte und Tresengespräche.
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Thomas Thiel

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