Mehrere Tausend Dortmund befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Eine eigens entwickelte App der Stadt Dortmund soll die Quarantäne dokumentieren, wird aber bisher kaum genutzt. © Felix Guth
Corona-Pandemie

So viele Dortmunder sind aktuell in Quarantäne – App erweist sich als Flop

Die Stadt Dortmund nennt erstmals die Zahl der Dortmunder, die in Quarantäne sind. Ein bisheriges Werkzeug zur Verwaltung dieser Fälle hat sich als unwirksam erwiesen.

Der Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Frank Renken, hat am Mittwoch eine Zahl genannt, wie viele Dortmunder sich aktuell in Quarantäne befinden. Außerdem hat er Probleme im Quarantäne-Management eingeräumt.

Für rund 3000 Dortmunder ist, Stand Freitag (23.10.), eine häusliche Quarantäne angeordnet. Dies setzt sich zusammen aus den rund 1000 aktiv Infizierten und ihren identifizierten Kontaktpersonen.

Um mehr über das Virus zu lernen, hat das Gesundheitsamt ein großes Interesse daran, den Verlauf der Quarantäne und den Gesundheitszustand der Menschen zu verfolgen.

Die Quarantäne-App der Stadt Dortmund nutzt fast niemand

Um Amtsmitarbeiter bei dieser Aufgabe zu entlasten, hatte die Stadt Dortmund im Juni die Smartphone-App „Gesa“ für Quarantäne-Fälle vorgestellt. In die App, die das Dortmunder Unternehmen Materna entwickelt hat, können Betroffene selbst ihre Daten eintragen.

Vier Monate später erweist sich die App allerdings als Flop. Sie sei „nicht so hilfreich wie erhofft“, sagt Gesundheitsamtsleiter Frank Renken. Was daran liege, dass zu wenige Leute in Quarantäne die App bisher genutzt haben.

Deshalb arbeitet die Stadt Dortmund nun daran, einen externen Dienstleister für das Quarantäne-Management zu finden. Dieser soll möglichst schnell seine Arbeit aufnehmen.

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Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth

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