So läuft das Way-Back-When-Festival im Junkyard - Die besten Fotos des ersten Tages

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Das Gegenteil von Schrott. Das Way-Back-When-Festival ist im Junkyard in der Nordstadt gestartet. Am Indie-Festival ist in diesem Jahr vieles neu. So kommen die Neuerungen an.

Dortmund

, 01.06.2019, 01:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im sechsten Jahr haben die Veranstalter einiges umgeworfen. Statt mehrerer verteilter Locations gibt es nur noch eine mit zwei Spielorten. Außerdem ist das Festival im Kalender wieder nach vorne gerückt, vom September in den Mai.

Nur an einem wurde nicht gerüttelt: An der sehr geschmackvollen Bandauswahl, die nicht nach Namen geht, sondern danach, ob eine Band eine besondere Note hat.

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Die besten Bilder vom Way-Back-When-Festival 2019

Das Way-Back-When-Festival bietet an zwei Tagen gut ausgewählten Live-Musik im Junkyard in der Nordstadt.
01.06.2019
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Der Rapper Goldroger kommt aus Dortmund. Und eröffnete den Open-Air-Part am Freitag.
© Felix Guth
Xul Zolar überzeugten in der Werkstatt.
© Felix Guth
Grunde-Rock mit voller weiblicher Kraft: Gurr.© Felix Guth
Gurr spielten in der Werkstatt, dem Indoor-Bereich des Festivals.© Felix Guth
Der Junkyard an der Schlägelstraße war erstmals Ort des Festivals.© Felix Guth
Bradford Cox von der Band Deerhunter.
© Felix Guth
Blick aus dem Publikum beim Auftritt von Deerhunter.© Felix Guth
Deerhunter beschlossen den ersten Tag auf der Open-Air-Bühne.
© Felix Guth
Rund 600 Besucher hatten Spaß.© Felix Guth
Folkiger Rock mit der Band Jules Ahoj.© Felix Guth
Sänger Jules Ahoi beim Way Back When.© Felix Guth
Jules Ahoj sprangen kurzfristig ein.© Felix Guth
Das Festival findet zum sechsten Mal statt.
© Felix Guth
Spezielle Kulisse: der ehemalige Schrottplatz an der Schlägelstraße.© Felix Guth
Graffiti-Kunst am Rande des Festivals.© Felix Guth
Palmenkulisse zum Live-Konzert.© Felix Guth

Auf diejenigen, die am ersten Tag auf der Bühne stehen, trifft das zu. Mit Inseln und Some Sprouts starten zwei lokale Bands in der Werkstatt, der kleinen Halle auf dem Gelände. Den Schrottplatz eröffnet der Rapper Goldroger, NRW-Pop-Preis-Träger mit Dortmunder Vergangenheit. „Ich fühle mich so nackt“, sagt er bevor er Geschichten aus seiner Jugend reimt, die zu einem großen Teil in Dortmund spielen.

Grunge ist nicht tot - Gurr bieten einen explosiven Auftritt

Der denkwürdigste Auftritt des Tages gehört am frühen Abend der Band Gurr. Drei Frauen und ein Mann zeigen, dass der gute, alte Grunge bei „den jungen Leuten“ wieder eine Chance hat. So viel Riot und Geschrei, so viel Punkrock und gleichzeitig glockenklarer Frauen-Choral in bester Tradition von Sonic Youth oder Sleater Kinny - beeindruckend.

Dass die Mitglieder von Gurr kurz nach ihrem wuchtigen Auftritt in der ersten Reihe beim (exzellenten) Auftritt von Deerhunter stehen, spiegelt die Atmosphäre dieses Festivals wider. Hier ist alles sehr nah und familiär. Zugleich hat das Programm die künstlerische Größe, die es braucht, um sich wohlzufühlen. Geschätzt rund 500 - 700 Besucher kommen am ersten Festival-Tag.

Und so ist das Way Back When 2019 ein sehr adäquater Start in die Open-Air-Saison. Der ehemalige Schrottplatz liefert eine starke- Kulisse. Er ist ein Ort der Skurrilitäten, mit alten Autos in der Ecke und Gummireifen als Waschbecken.

Der neue Ort kommt bei den Besuchern gut an

Aber er passt zu diesem Festival. Das bietet auf Bandseite viele bunte Gestalten, von Vollblut-Hippies über Riot-Grrrls bis zu hedonistischen Jünglingen im Sakko und Hipstern. Das Publikum ist das optische Äquivalent dazu.

Wohin man sich auch umhört - der neue Ort kommt gut an. Auch, wenn manche Besucher gerade das Pendeln zwischen den Spielorten FZW, Pauluskirche und View/Domicil gemocht haben. Das neue Format ist deutlich kompakter.

Das Way Back When läuft am 1. Juni (Samstag) noch weiter. Dann spielen unter anderem Bands wie Drens, Temples, Altin Gün und Blood Red Shoes. Tageskarten kosten an der Abendkasse 35 Euro.

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