So kommen die Busbegleiter der DSW21 bei den Fahrgästen an

dzBusbegleiter der DSW21

Bis 2018 waren die Busbegleiter der DSW21 bereits unterwegs. Nach einer Pause geht es nun, überwiegend im Süden Dortmunds, in die nächste Runde. Was sagen die Fahrgäste zum Comeback?

von Verena Halten

Brünninghausen

, 17.08.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

13 neue Busbegleiter sind seit Juni auf verschiedenen Linien im Süden unterwegs. Möglich macht dies eine Zusammenarbeit der DSW21 und des Jobcenters, der das Teilhabechancengesetz der Großen Koalition zugrunde liegt. Mit dem Förderprogram, das auf zwei Jahre ausgelegt ist, sollen Langzeitarbeitslose wieder fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden.

Allerdings sind die Langzeitarbeitslosen nicht die einzigen Bürger, die vom Förderprogramm profitieren sollen: Auch die Fahrgäste haben etwas von dem Programm. Viele Dortmunder sind so begeistert, dass der Mieterbeirat der Wohnhäuser an der Mergelteichstraße 39 und 41 zu Stift und Zettel griff, um sich ausdrücklich bei der DSW21 für die Unterstützung zu bedanken: Für viele ältere oder kranke Mieter sei die Fahrt mit dem Bus anstrengend und kompliziert, sagt Ursula Rurainski vom Mieterbeirat. Umso erfreuter sei sie über das Projekt, das Abhilfe schafft und die Busfahrt laut Rurainski für viele anstatt zum Stress zum „Urlaub in Hombruch“ macht.

So kommen die Busbegleiter der DSW21 bei den Fahrgästen an

Seit Juni 2019 sind die neuen Busbegleiter im Dortmunder Süden unterwegs. © DSW21

„Viele Menschen sind auf den Bus angewiesen“, sagt die 80-Jährige, die selbst überwiegend mit dem Auto unterwegs ist. Allerdings kennt sie viele Menschen in Hombruch, bei denen das anders aussieht. „Hier sind viele Arztpraxen, Kindergärten, Seniorenheime und eine Reha-Praxis zu finden“, sagt Rurainski und fügt hinzu, dass die meisten Menschen, die hierher kommen, mit dem Bus unterwegs sind. Und teilweise sind die bei der Fahrt schwer „bepackt“, etwa mit Kinderwagen und Rollatoren.

Begleiter sollen eine helfende Hand sein

Genau an diese Menschen richtet sich das neue Programm der DSW21 und des Jobcenters. 30 Stunden pro Woche sind die Begleiter auf Linien wie der 429, 449, 440, 436 oder 463 im Süden unterwegs, um Fahrgästen zu helfen. Wie, das hängt stets vom individuellen Hilfsbedarf ab, sagt Britta Heydenbluth, Sprecherin der DSW21: Die Busbegleiter können eine helfende Hand beim Einsteigen in den Bus sein, bieten Rat und Tat bei Fragen rundum den Fahrplan oder zeigen einfach nur Präsenz, die das Sicherheitsgefühl bei so manchem Fahrgast steigern soll.

Die Begleiter kämen bei den Fahrgästen sehr gut an, sagt Heydenbluth. Seit dem Projektstart im Juni haben sich schon viele Bürger bedankt: Meistens bei den Begleitern selbst. „Die Wertschätzung, die unsere Begleiter bekommen, ist sehr hoch: Und das freut auch diese sehr“, sagt Heydenbluth.

Ähnliches Förderprogramm startete 2016

Ein ähnliches Förderprogramm gab es bereits von 2016 bis Anfang 2018. Seitdem habe sich der Mieterbeirat, unter anderem mit Unterstützung von Prof. Ernst-Wilhelm Schwarze vom Hombrucher Seniorenbeirat, um eine Wiedereinführung bemüht. Dass es die Begleiter plötzlich nicht mehr gab, das habe man nämlich gemerkt, sagt Rurainski.

Laut Heydenbluth habe es übergreifend viele positive Rückmeldungen zum Projekt gegeben, auch aus poltischen Kreisen. Auch deshalb habe man sich dafür entschieden, das Projekt mittels neuem Förderprogramm fortzuführen. Es habe jedoch eine Weile gedauert, dieses einzuläuten. Anfang das Jahres hatte man schließlich damit begonnen, neue Begleiter zu suchen. So oder so: Rurainski und Co. sind froh über die „menschlich guttuende Entscheidung“, die Begleiter wieder einzuführen, wie es im Dankesschreiben an die DSW21 heißt.

Die DSW21 habe sich sehr gefreut, sagt Rurainski, der bereits ein Antwortschreiben vorliegt. Es sei immer schön, ein positives Feedback zu bekommen, sagt Bernd Winkelmann, Leiter der DSW21-Pressestelle. Das sei aber gar nicht mal so ungewöhnlich: „Es kommen nicht nur Beschwerdebriefe.“

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