Sind die Stichwahl-Plakate eine versteckte Botschaft an die Grünen?

dzOberbürgermeisterwahl

Wer unter anderem auf der B1 fährt, kann es nicht übersehen: SPD und CDU haben für die Stichwahl der Oberbürgermeister-Kandidaten neu plakatiert. Dabei fällt etwas auf.

Dortmund

, 17.09.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Gespräche der SPD mit den Grünen über eine mögliche Zusammenarbeit im Rat verlaufen nicht sonderlich zugewandt. Man ist freundlich zueinander, aber bleibt auf Distanz.

Gleichzeitig hat die SPD für die Stichwahl neu plakatiert: Ihr Kandidat Thomas Westphal auf türkisfarbenem Hintergrund. An der Seite ein Streifen mit Wahlkreuz und Stichwahl-Datum. Der Streifen ist lindgrün. Ein Hauch von Grün sozusagen. Ist das ein optischer Annäherungsversuch an die Grünen?

„Nein“, sagt Nadja Lüders, Chefin der Dortmunder SPD. „Wenn das so aussieht, war das nicht bewusst gewählt.“

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Verschiedene Grüntöne

Es gibt viele Grüntöne: Avocadogrün, Flaschengrün, Giftgrün, Heugrün (so könnte man das Grün auf dem Westphal-Plakat auch bezeichnen), Meergrün, Pistaziengrün oder Olivgrün.

Eher blau als grün sind Punkt und Schriftzug auf dem Hollstein-Plakat.

Eher blau als grün sind Punkt und Schriftzug auf dem Hollstein-Plakat. © Schaper

Auch die CDU hat neu plakatiert mit dem Konterfei ihres Kandidaten Dr. Andreas Hollstein. Je nach Farbsichtigkeit und Sonnenstand sieht man darauf einen türkisgrünen Punkt als Hinweis auf das Stichwahl-Datum. Wer farbsicher ist, würde den Punkt als türkisblau bezeichnen.

Auch CDU-Parteichef Steffen Kanitz sieht ein Türkisblau: „Die Farbauswahl ist keine politische Aussage, sie sollte sich absetzen vom Hintergrund.“

Eines aber ist unbestritten: Beide Plakate stehen auf grünem Grund.

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