Ein Lkw-Fahrer aus Dortmund ist am Mittwoch am Bochumer Landgericht wegen sexuellen Kindesmissbrauchs verurteilt worden (Symbolbild). © dpa
Landgericht

Sex-Treffen mit 13-Jährigem: Dortmunder Lkw-Fahrer muss ins Gefängnis

Ein Lkw-Fahrer (34) aus Dortmund verabredet sich mit einem 13-Jährigen zu sexuellen Handlungen. Die Frage nach Druck oder Gewalt spielte vor Gericht aber keine Rolle.

Ein Lkw-Fahrer aus Dortmund ist am Mittwoch (4.8.) am Bochumer Landgericht zu zwei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der 34-Jährige hatte zugegeben, sich zweimal mit einem minderjährigen Jungen zu sexuellen Handlungen verabredet zu haben.

Ein geplantes drittes Treffen war aufgeflogen, weil die Mutter den Schüler nachts beim heimlichen Rauschleichen aus der Wohnung erwischt hatte.

Der Kontakt zwischen dem Lkw-Fahrer und dem minderjährigen Jungen aus Bochum war über ein Internetportal zustande gekommen. Am 2. Januar 2020 kam es am Rande eines Waldspaziergangs zu einem ersten Treffen mit sexuellen Berührungen. Wenige Tage später bei einem zweiten Treffen zu sexuellen Handlungen in einem Pkw.

Angeklagter gibt Sex-Treffen zu

Der Angeklagte hatte die Sex-Treffen zwar zugegeben, sich im Prozess aber darauf berufen, dass ihm das minderjährige Alter des Jungen nicht bewusst gewesen sei.

Zudem sei die Initiative zu sexuellen Handlungen von dem Jungen ausgegangen. Beide Behauptungen hielt die 8. Jugendschutzkammer am Ende für widerlegt.

„Es spricht viel dafür, dass der Angeklagte das Alter des Jungen positiv kannte“, hieß es beim Urteil. Der Schüler hatte als Zeuge erklärt, mit dem Lkw-Fahrer zuvor über sein Alter gesprochen zu haben.

Das Urteil lautet auf sexuellen Missbrauch von Kindern. Eine Bewährungshaftstrafe hielten die Richter für unvertretbar.

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