Viele Menschen haben sich am Mittwochabend vor der Petrikirche in Dortmund versammelt. © Marie Ahlers
Innenstadt

„Seit drei Tagen schlaflos“: Große Demo in der Dortmunder City am Mittwoch

Auf der Kampstraße, mitten in der Dortmunder City, hat sich am Mittwochabend eine regelrechte Menschenmasse versammelt. „Wir klagen an“ war auf einem großen Banner zu lesen.

Die Polizei zählte rund 300 Menschen, die sich am Mittwoch (18.8.) auf der Kampstraße in der Dortmunder Innenstadt versammelt haben. Die Organisation Seebrücke hatte eingeladen, um ein weiteres Zeichen für das afghanische Volk zu setzen.

Die Seebrücke fordert unter anderem die sofortige Evakuierung aller Ortskräfte und Partner der Bundesregierung aus Afghanistan, außerdem ein Aufnahmeprogramm für alle Afghanen, die sich vor Ort für Frauenrechte, Demokratie und eine freie Gesellschaft einsetzen.

„Seit drei Tagen schlaflose Nächte“

„Wir klagen an“ war auf einem großen Banner zu lesen: „Menschenrechte sind unverhandelbar“, stand darunter. „Deutsche Bürokratie tötet“, hieß es auf einem anderen Schild. Verschiedene Personen haben sich mit Reden an die Masse gewandt: „Ich habe seit drei Tagen schlaflose Nächte“, sagte der 35-jährige Arian: „Es sind schwierige Tage, traurige Tage.“

Und er richtete einen deutlichen Appell an die Bundesregierung, Menschen aus Afghanistan in Deutschland aufzunehmen. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, sagte er: „Das gilt auch für unsere Freunde in Afghanistan.“ Zwischendurch gab es Musik, ein Mann sang.

Eine Frau namens Sabera erzählte von der dramatischen Situation der afghanischen Frauen unter den Taliban. Und sie sagte: „Es ist falsch, uns Muslime für die Taliban verantwortlich zu machen, denn wir leiden am meisten unter ihnen.“

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In Lippstadt aufgewachsen, zum Studieren nach Hessen ausgeflogen, seit 2018 zurück in der (erweiterten) Heimat bei den Ruhr Nachrichten.
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Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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